255 Millionen Gebinde im Umlauf
Einweg-Pfand: Bereits 36 Millionen Gebinde retourniert
Aktualisiert:
von JOYN News, Quelle: APANeues Pfandsystem wird gut von der Bevölkerung angenommen.
Bild: APA/APA/THEMENBILD/EVA MANHART
Mit Jahresbeginn gilt in Österreich Einwegpfand auf Getränke-Kunststoffflaschen und Metalldosen. Bisher wurden rund 255 Millionen Pfandgebinde in Umlauf gebracht und 36 Millionen Stück erfolgreich retourniert.
Das Wichtigste in Kürze
Seit Jahresbeginn gilt in Österreich ein Einwegpfand auf Getränke-Kunststoffflaschen und Metalldosen, wobei bisher 255 Millionen Pfandgebinde in Umlauf gebracht und 36 Millionen Stück retourniert wurden.
Das System wird von 80 Prozent der Bevölkerung unterstützt, mit dem Ziel, jährlich 2,2 Milliarden Flaschen und Dosen zurückzuführen und eine Rücklaufquote von 80 Prozent im ersten Jahr zu erreichen.
80 Prozent stehen hinter neuem System
Das teilte Recycling Pfand Österreich am Mittwoch mit und zog positive Bilanz. Seit April dürfen nach einer Übergangsfrist nur noch Getränkeverpackungen mit dem österreichischen Pfandsymbol befüllt werden.
Laut Recycling Pfand Österreich stehen 80 Prozent der Bevölkerung hinter dem neuen System. Ziel ist es, jedes Jahr 2,2 Milliarden Flaschen und Dosen zurück in den Kreislauf zu führen und bereits im ersten Jahr eine Rücklaufquote von 80 Prozent zu erreichen.
Mikroplastik in die Luft
Bis zum Jahr 2027 soll die Quote auf 90 Prozent gesteigert werden. "Der Start des Einweg-Pfandsystems ist großartig angelaufen und wird gut von den Konsument:innen angenommen", sagte die Geschäftsführung von Recycling Pfand Österreich, Monika Fiala und Simon Parth.
Dass die Zahl zwischen der in Umlauf gebrachten und retournierten Gebinde noch so unterschiedlich hoch ist, wundert die Verantwortlichen nicht. Vom Kauf der Produkte bis zur Rückgabe dauert es im Durchschnitt vier bis acht Wochen. "Da nicht jede Flasche oder Dose sofort konsumiert wird, werden nicht alle Gebinde unmittelbar nach dem Kauf zurückgebracht", so Fiala.
13.000 Rückgabestellen
Insgesamt stehen den Konsumentinnen und Konsumenten österreichweit fast 13.000 Rückgabestellen zur Verfügung, darunter sind mehr als 6.000 Automaten in Supermarktfilialen oder ähnlichen Geschäften. Da Österreich in Europa die höchste Supermarktdichte hat, gibt es auch die höchste Dichte an Rückgabeautomaten. Die Umstellung soll unter anderem das achtlose Wegwerfen von Flaschen und Dosen in die Natur verringern.
Übergangsfrist bis April
Im Rahmen der Einwegpfand-Einführung dürfen mit 1. April nur noch Getränke mit dem österreichischen Pfandsymbol befüllt werden. Bereits zuvor abgefüllte Produkte ohne entsprechendes Logo können noch bis Ende des Jahres abverkauft werden. "Die Kennzeichnung der Einwegpfand-Produkte ist genau geregelt: Man erkennt diese am österreichischen Pfandlogo oberhalb des Strichcodes. Der Pfandbetrag beträgt für alle Einwegpfand-Verpackungen einheitlich 25 Cent", so Parth.
Eine aktuelle Umfrage von marketagent im Auftrag von Recycling Pfand Österreich zeige, dass sich 75 Prozent der Bevölkerung gut über das neue System informiert fühlen. Und 87 Prozent wüssten, dass die Verpackungen unzerdrückt zurückgegeben werden müssen. Insgesamt befürwortet der Großteil der Österreicherinnen und Österreicher das neue System.
Wiener besonders fleißig
Besonders fleißig retourniert haben Pfandflaschen die Wiener mit 8,9 Millionen Stück, gefolgt von den Niederösterreichern mit 7,6 Millionen und den Oberösterreichern mit 5,4 Millionen. Die Steirer brachten fünf Millionen Pfand-Flaschen und -Dosen zurück, die Tiroler 2,8 Millionen gefolgt von den Salzburgern mit 2,1 Millionen. In Kärnten wurden 1,8 Millionen Stück retourniert, im Burgenland 1,4 Millionen und in Vorarlberg 1,2 Millionen.
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