Umfrage
Elf Prozent sagen: Weder Deo noch Antitranspirant
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von Quelle: APA, JOYN NewsCafé Puls
Was bei Hitze in unserem Körper passiert
Videoclip • 04:50 Min
Schwitzen ist eine lebenswichtige Funktion, Schweißgeruch und nasse Achseln sind aber eher unerwünscht. Deodorants und Antitranspirantien haben deswegen nicht nur in der Hitzewelle Hochkonjunktur: 56,8 Prozent von über 1.000 Teilnehmenden an einer "Marketagent"-Umfrage verwenden Deos, fast neun Prozent Antitranspirantien, etwas über 16 Prozent beides. 11,1 Prozent gaben hingegen an: "Keines von beidem."
Das Wichtigste in Kürze
Laut einer Umfrage verwenden elf Prozent der Befragten weder Deo noch Antitranspirant.
Für fast die Hälfte fallen Deos & Co. in die Kategorie von Kosmetikprodukten, die zur Körperpflege "einfach dazugehören", geht aus den im Auftrag der Plattform Kosmetik Transparent erhobenen Daten hervor. Für weitere gut 30 Prozent ist die Anwendung "ein Frische-Boost". 25,5 Prozent sehen darin "eine Höflichkeit und Rücksicht auf mein Umfeld".
Gut 24 Prozent erhalten dadurch "ein kleines Stück Selbstsicherheit", und nicht ganz ein Fünftel meint, es handle sich um "eine Versicherung gegen peinliche Momente". Während über 16 Prozent Deos als "Schutzschild" erachten, sind sie für 7,3 Prozent weniger wichtig, sondern nur "ein Produkt unter vielen".
"Schwitze nicht"
Auch den Verweigernden wurde auf den Zahn gefühlt. Von ihnen meinten 32,5 Prozent auf die Frage, warum sie keine Deodorants oder Antitranspirantien verwenden: "Brauche ich nicht" bzw. "unnötig". 11,4 Prozent sind überzeugt, dass sie "(fast) nicht schwitzen bzw. stinken". Knapp acht Prozent verwenden statt Deos Parfum. Immerhin genauso viele duschen dafür aber lieber öfter.
Sieben Prozent verweigern aufgrund bestimmter Inhaltsstoffe ("Chemie", "Aluminium"), gut sechs Prozent verzichten wegen einer Allergie oder Ähnlichem. 5,3 Prozent benützen eigenen Angaben zufolge "eine (natürlichere) Alternative". 3,5 Prozent mögen den Geruch von Deos nicht, 1,8 Prozent finden, sie verursachen ein störendes Gefühl, genauso viele denken: "Bringt nichts" bzw. "wenig".
Sieben Prozent antworteten auf die Frage, ob sie Deodorants oder Antitranspirantien verwenden: "Ich bin mir nicht sicher." Das könnte damit zusammenhängen, dass viele den Unterschied nicht kennen. Knapp 30 Prozent gaben sich diesbezüglich im Bilde, über 23 Prozent wussten nicht, was die beiden unterscheidet, fast 37 Prozent waren sich nicht sicher, und zehn Prozent meinten: "Ich wusste gar nicht, dass es da einen Unterschied gibt."
Geruch entsteht erst durch Bakterien
Frischer Schweiß besteht zu 99 Prozent aus Wasser. Schweißgeruch entsteht erst durch Bakterien, die das Sekret auf der Haut abbauen. Deos überdecken den Geruch und enthalten Stoffe, die die Bakterien einbremsen. Man schwitzt jedoch unverändert stark. Ein Antitranspirant verengt mit Aluminiumsalzen den oberen Teil der Schweißdrüsenausgänge vorübergehend und hemmt so den Schweißfluss um 20 bis 60 Prozent. "Wer lediglich Körpergeruch vermeiden möchte, greift zum Deo. Wem es jedoch wichtig ist, zuverlässig vor lästiger Achselnässe geschützt zu sein, ist mit einem klassischen Antitranspirant am besten beraten", sagte Andrea Schneider, Sprecherin von Kosmetik Transparent.
An heißen Tagen kann die Schweißproduktion auf bis zu einen Liter ansteigen, erläuterte Schneider. "Interessantes Detail: Nur etwa ein Prozent unserer zwei bis fünf Millionen Schweißdrüsen befindet sich überhaupt im Achselbereich. Wer also den Schweißfluss unter den Achseln mit einem Antitranspirant reguliert, greift nicht in das großflächige Kühlsystem des Körpers ein."
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