Italien

Handy-Verbot für Fußgänger: Könnte Österreich nachziehen?

Veröffentlicht:

von JOYN News

Café Puls

Geplantes Gesetz: Handyverbot für Fußgänger?

Videoclip • 02:42 Min


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In Italien könnte Handynutzung beim Überqueren der Straße künftig mit einer Geldstrafe von 75 Euro geahndet werden. Ob eine solche Regelung auch für Österreich sinnvoll wäre, ordnet ein Experte ein.

Das Wichtigste in Kürze

  • In Italien könnte das Überqueren der Straße mit dem Handy künftig bis zu 75 Euro kosten, während es in Österreich derzeit keine vergleichbare Regelung gibt.

  • Ein Verkehrsexpert sieht grundsätzlich Verständnis für solche Maßnahmen.

Sogenannte "Smombies" sind beim Überqueren der Straße so auf ihr Smartphone konzentriert, dass sie ihre Umgebung kaum noch wahrnehmen. In Italien könnte dieses Verhalten laut einem Entwurf für eine neue Straßenverkehrsordnung künftig mit einem Bußgeld von bis zu 75 Euro bestraft werden, wie der "Guardian" unter Berufung auf die italienische Nachrichtenplattform "Fanpage.it" berichtet.

Die geplante Regelung soll insbesondere beim Überqueren vom Zebrastreifen sowie von Fahrbahnen ohne entsprechende Straßenmarkierung gelten. Ein vergleichbares Verbot gibt es in Österreich derzeit nicht. "Grundsätzlich gibt es Verständnis für solche Maßnahmen", sagt Klaus Robatsch vom Kuratorium für Verkehrssicherheit im Interview mit PULS 4. Bevor über eine ähnliche Regelung nachgedacht wird, könnte sich allerdings ein Blick nach Italien betonen, wie der Experte sagt. Man müsse abwarten,  "ob das dort wirklich für die Verkehrssicherheit auch etwas bringt".


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Ablenkung als großes Problem

Ablenkung ist in Österreich ein großes Problem, denn: "Fast jeder dritter Unfall ist darauf zurückzuführen", weiß Robatsch. "Es ist nicht nur, dass man jetzt das Handy nimmt und telefoniert und sich nicht auf den Straßenverkehr konzentriert, sondern auch Social-Media-Aktivitäten durchführt, dass man Textnachrichten liest und schreibt", so der Experte.

Entscheidung Mitte Oktober

Beschlossen ist die Regelung in Italien noch nicht: Bis zum 13. September können Verbände Stellung nehmen, danach soll die endgültige Fassung ausgearbeitet werden, die voraussichtlich Mitte Oktober vorliegen soll. Neben Smartphones soll das Verbot auch für andere elektronische Geräte wie Laptops, Tablets und Digitalkameras gelten.

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