Klimawandel

Neue Hitzewelle rollt über Italien: Temperaturen bis zu 40 Grad erwartet

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von Quelle: APA, JOYN News

Italien rüstet sich für die nächste Hitzewelle

Bild: APA/APA/AFP/TIZIANA FABI


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Italien steht vor einer weiteren Hitzewelle. Ab Mittwoch werden in weiten Teilen des Landes Temperaturen zwischen 35 und 40 Grad erwartet. Nach Prognosen der Meteorologen dürfte die Hitze bis mindestens zum 10. August anhalten und von einer nahezu vollständigen Trockenheit begleitet werden.

Das Wichtigste in Kürze

  • Italien erwartet ab Mittwoch die vierte und voraussichtlich stärkste Hitzewelle des Sommers mit Temperaturen von bis zu 40 Grad, die mindestens bis zum 10. August anhalten und von extremer Trockenheit begleitet werden soll.

  • Die Hitze belastet Menschen und Umwelt gleichermaßen: Sie erhöht Gesundheitsrisiken, verschärft die Wasserknappheit und setzt Landwirtschaft sowie Ökosysteme, insbesondere in Norditalien, stark unter Druck.

Es handelt sich um die vierte Hitzewelle des Sommers. Nach Einschätzung des Meteorologen Andrea Vuolo könnte sie noch intensiver ausfallen als die vorherigen. Verantwortlich ist ein Nordafrika-Hoch, das zunächst Sardinien erreicht und sich anschließend über den Nordwesten bis auf das gesamte Staatsgebiet ausbreiten soll.


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Null-Grad-Grenze könnte auf über 5.000 Meter steigen

In den Westalpen könnte die Null-Grad-Grenze auf über 5.000 Meter steigen, warnen Meteorologen. Zudem werden vielerorts wieder sogenannte Tropennächte erwartet, in denen die Temperaturen nicht unter 20 Grad und teils nicht einmal unter 25 Grad fallen. Vor allem für ältere und gesundheitlich vorbelastete Menschen erhöht dies wegen der Kombination aus Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit die gesundheitliche Belastung.

Die anhaltende Trockenheit verschärft zugleich die Lage in der Landwirtschaft. Flüsse und natürliche Wasserspeicher führen nach Angaben von Experten immer weniger Wasser, auf den Almen wird bereits über eine vorzeitige Rückkehr des Viehs ins Tal nachgedacht.

Besonders in den Städten der norditalienischen Ebene des Flusses Po wächst die Sorge vor gesundheitlichen Folgen. In Turin wurden zwischen dem 25. Mai und dem 30. Juni bei den über 65-Jährigen 136 Todesfälle mehr als im langjährigen Durchschnitt registriert, ein Anstieg um 19 Prozent. Davon entfielen 98 auf den Zeitraum vom 17. bis 30. Juni, als an mehreren Tagen Hitzewarnstufe Rot galt und die Höchsttemperaturen dauerhaft über 35 Grad lagen. Italienweit lag die Übersterblichkeit im selben Zeitraum nach den verfügbaren Daten bei drei Prozent.


Pegel der großen norditalienischen Seen sinkt

Wegen der starken Trockenheit sinkt der Pegel der großen norditalienischen Seen. Der Wasserstand des Lago Maggiore sinkt weiter und legt immer größere Teile der Ufer frei. Die anhaltende Trockenheit belastet zunehmend das empfindliche Ökosystem des 212 Quadratkilometer großen Voralpensees. Mit dem Rückgang des Wassers verlieren zahlreiche Tier- und Pflanzenarten ihren Lebensraum in den flachen Uferzonen. Schilfgürtel bleiben auf Sandflächen zurück und vertrocknen, wodurch wichtige natürliche Gleichgewichte gestört werden, warnen Experten.

Die Artenvielfalt, die zusammen mit der Landschaft zu den größten Schätzen der Region zwischen dem Piemont, der Lombardei und der Schweiz zählt, gerät dadurch unter Druck. Seit zwei Monaten wird Wasser aus den großen norditalienischen Seen entnommen, um die Bewässerung der Po-Ebene zu unterstützen. Ein Gewitter am vergangenen Wochenende brachte nur kurzzeitig Entlastung.

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