"Breaking Media Spezial"
Rennen um ORF-Chefsessel: Wer sind die Bewerber?
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von Quelle: APA, JOYN NewsTreffpunkt Österreich zu Mittag
Wer wird ORF Chef:in?
Videoclip • 01:53 Min
Das Rennen um den ORF-Chefsessel läuft. In einem "Breaking Media Spezial" sprechen sechs der aussichtsreichsten Bewerber:innen darüber, wie sie die Zukunft des Medienunternehmens gestalten wollen.
In Summe 75 Personen haben eine fristgerechte Bewerbung für die ORF-Generaldirektion abgegeben. Davon sind aber nur noch 13 eine Runde weiter im Rennen um den ORF-Chefsessel, einige von ihnen gelten als Favoriten.
Bei "Breaking Media Spezial" sind sechs Bewerber:innen zu Gast.
Jemand von innen oder außen?
Eine von ihnen ist Lisa Totzauer, TV-Magazin-Chefin beim ORF. Den Gedanken, es brauche womöglich jemanden "von außen", um nun einen Neustart beim ORF zu schaffen, versteht sie. Schaue man aber genauer hin, merke man, "das ist das schwierigste überhaupt", sagt sie im "Breaking Media Spezial".
"Es ist notwendig zu wissen, wo ist welcher Missstand, wie hängt welches Problem, welches Thema miteinander zusammen. Wenn ich das nicht weiß, brauche ich viel zu lange, um zu begreifen, an welchen Hebeln ich zu drehen habe." Dass sie bereits seit 30 Jahren beim ORF ist, sei kein Zufall - es sei eine Berufung und ein Auftrag, "genau in diesen Neustart und diese Reform reinzugehen".
Fokus auf junge Menschen
Markus Breitenecker, einst Geschäftsführer von ProSiebenSat.1Puls4, hat den ORF jahrelang herausgefordert. Trotzdem ist er überzeugt, dass man ihm auch innerhalb des ORF vertrauen und als Chef akzeptieren würde. "Ich habe verschiedene Phasen durchlebt. Ich war immer jemand, der im Privatfernsehen auf Qualität geachtet hat, ich wollte immer Qualitätsjournalismus machen."
Er sei auch einer der ersten gewesen, der vor zehn Jahren angefangen hat, Kooperationen mit dem ORF zu fördern. Beim ORF will er nun unter anderem auf österreichisches Programm auch für junge Menschen fokussieren, wobei ORF ON als zentrale Streamingplattform ausgebaut werden solle.
Johannes Larcher, der primär im Ausland große Unternehmen wie HBO MAX und Hulu managte, sieht seine internationale Karriere und Abwesenheit aus Österreich nicht als Hindernis. In seiner Karriere habe er sich laufend rasch in neue Märkte eingearbeitet und das sieht er auch nun als seine Stärke.
Auch Larcher will einen Fokus auf junge Personen legen, wobei speziell auf sie zugeschnittene Inhalte auch auf digitalen Plattformen wie Youtube und TikTok verbreitet werden sollen.
"Unverwechselbares, österreichisches Programm"
APA-CEO Clemens Pig stellte klar, dass die Film- und Musikwirtschaft nicht nur einfach Zulieferer ist: "Sie ist Teil des öffentlich-rechtlichen Auftrags." Er tritt für mehr unverwechselbares, österreichisches Programm ein, das die Menschen aus den diversen Regionen anspricht.
ORF III-Geschäftsführerin Kathrin Zierhut-Kunz will das Publikum über das Programm zurückgewinnen. Daran hänge nicht zuletzt auch der Job einer Vielzahl an Produzenten, die "in Sorge" seien, aber die "wichtigste Achse für das Programm" darstellen würden. Die von der Regierung gewälzten Sparpläne in Höhe von fast 100 Millionen Euro pro Jahr - zusätzlich zu einem bestehenden Sparpaket - werde auch einen "massiven Eingriff ins Programm" bedeuten, machte sie sich keine Illusionen. Es müsse künftig stärker fokussiert werden, etwa auf Kultur und Information.
"Exxpress"-Herausgeberin Eva Schütz will mehr Eigenproduktionen, wobei sie im Sinne eines effizienten Wettbewerbs diesen auch für Private, die öffentlich-rechtliche Inhalte produzieren, öffnen will. Sie verstehe zudem nicht, warum österreichischer Musik nicht mehr Raum geboten werde.
"Wer wird ORF-Chef:in? Breaking Media Spezial" am Dienstag um 22:20 Uhr auf PULS 4 & JOYN.







