Lebensmittel weitergeben
"RetterApp" gegen Lebensmittelverschwendung in Privathaushalten
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von Quelle: APA, JOYN NewsWIEN - ÖSTERREICH: ++ THEMENBILD ++ Illustration zum Thema Mehrwertsteuer-Senkung auf Grundnahrungsmittel. Im Bild: Mehrwertsteuer gesenkte Grundnahrungsmittel aufgenommen am Mittwoch, 1. Juli 2026. Die Mehrwertsteuer-Senkung auf ausgewählte Grundnahrungsmittel ist in Kraft getreten. Sie wird etwa für Butter, Milch, Reis, Nudeln, Mehl, Eier und viele Gemüse- sowie Obstsorten 4,9 statt zehn Prozent betragen.
Bild: APA/APA/THEMENBILD/HELMUT FOHRINGER
Der Wiener Verein "Start Up", der seit über zehn Jahren die "Foodpoint - Dein Sozialmarkt"-Lebensmittelmärkte betreibt, hat nun auch eine App gegen Lebensmittelverschwendung ins Leben gerufen. Mit der "RetterApp" will man sich laut eigenen Angaben von den "kommerziellen Lebensmittelrettungsplattformen" absetzen. Mit der Anwendung sollen vor allem private Haushalte vernetzt werden, damit diese überschüssige Lebensmittel untereinander weitergeben können.
"Mehr als die Hälfte aller in Österreich erfassten Lebensmittelabfälle entsteht dort, wo bisher nur schwer direkt angesetzt werden konnte: in den privaten Haushalten", argumentierte der Verein am Freitag in einer Aussendung.
Denn dieser größte Bereich der Verschwendung lasse sich mit klassischen Abholtouren nur schwer erreichen. Die App - erhältlich im Apple App Store und bei Google Play - wendet sich aber auch an kleinere Betriebe wie Bäckereien, Restaurants oder Cafés. Größere Warenmengen aus Handel, Großhandel, Produktion oder Landwirtschaft laufen weiterhin über Lebensmittelrettung Österreich und werden direkt mit dem Verein koordiniert.
Verein rettet täglich bis zu 25.000 Kilogramm Lebensmittel
Zuwachs erhalten demnächst auch die "Foodpoint"-Sozialmärkte. Am kommenden Montag eröffnet die mittlerweile elfte Filiale in der Braunhubergasse 21 in Wien-Simmering. Die Sozialmärkte wollen nach eigenen Angaben einen einfachen Zugang zu hochwertigen und leistbaren Produkten ermöglichen. Sie wenden sich an Personen mit geringem Einkommen oder in Notsituationen. Eine kostenlose und unverbindliche Mitgliedschaft bei "Foodpoint" ist dafür notwendig, für die ausgegebenen Waren wird lediglich ein kleiner, mengenabhängiger Unkostenbeitrag eingehoben.
Der 2014 gegründete Verein "Start Up" umfasst laut dessen Internetpräsenz inzwischen 48 Mitarbeiter und 300 ehrenamtliche Helfer. Mit seinen 24 Fahrzeugen werden täglich Lebensmittelabholungen aus 540 Supermarktfilialen, 49 Lebensmittel-Kleinbetrieben und 88 Großhändlern bzw. Lebensmittelproduzenten durchgeführt, kooperiert wird mit allen österreichischen Supermarktketten. Inzwischen umfasst der Verein rund 95.000 Mitglieder aus 65 Nationen. Die täglich durch ihn geretteten Lebensmittel werden auf 15.000 bis 25.000 Kilogramm beziffert.
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