Korrektur setzt ein
Nach Rekordhoch: Goldpreis fällt wieder
Aktualisiert:
von JOYN NewsBild: AFP
Der Goldpreis hat sich nach seinem Kursrutsch vom Dienstag wieder etwas gefangen. Zum Wochenstart noch hatte das Edelmetall seinen Höhenflug mit einem Rekord von über 4.350 Dollar gekrönt, bevor dann starke Gewinnmitnahmen einsetzten.
Das Wichtigste in Kürze
Gold notiert bei ca. 4.079 USD (3.514 EUR) nach Gewinnmitnahmen.
Grund: Hoffnungen auf Entspannung im US-China-Handelsstreit und Dollar-Erholung.
Die 4.000-Dollar-Marke hält noch.
Erholung nur von kurzer Dauer
Zuletzt stand der Goldpreis bei 4.079 US-Dollar (3.514 Euro). Befeuert wurden die Gewinnmitnahmen von Hoffnungen auf eine baldige Lösung im Handelsstreit zwischen China und den USA und einer darauffolgenden Erholung des US-Dollars.
"Allerdings gibt es für die Hoffnung auf Entspannung noch keinerlei Garantie", kommentierte ein Händler - "weder in der laufenden Woche noch möglicherweise in der Amtszeit von Trump". Auch die Erholung des Greenback dürfte durch die erwarteten weiteren Zinssenkungen der US-Notenbank nur von kurzer Dauer sein. Hinzu kommen weitere Unsicherheitsfaktoren, die Gold nach wie vor langfristig interessant machen.
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Da wären beispielsweise der anhaltende "Shutdown" in den USA, die Schuldensorgen in Europa oder die nach wie vor ungelösten geopolitischen Konflikte. "Langfristig bleibt Gold wohl der bevorzugte sichere Hafen", heißt es am Markt. Das ändere sich auch nicht über Nacht.
Marke von 4.000 Dollar hält
Aktuell hält jedenfalls (noch) die Marke von 4.000 Dollar. Anleger sollten allerdings auch einen Blick zurückwerfen. Denn der gestrige Rücksetzer war der stärkste Tagesverlust des gelben Metalls seit August 2020, führen einige Experten an. "Und man sollte im Hinterkopf haben, dass Gold damals über die dann folgenden sechs Monate rund 20 Prozent verloren hat", so ein Börsianer.
Zudem sei der bisherige Höhenflug von Gold eher der Angst als der Euphorie geschuldet, ergänzt Fondsmanager Alexis Bienvenu von LFDE. Hierzu zählt er insbesondere die Zweifel am Wert des Dollar und dem Fluchtwert von Gold aufgrund der geopolitischen Konflikte wie dem Ukraine-Krieg. Hinzu kämen massive Käufe von Zentralbanken, insbesondere in China.
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Gesunde Korrektur
Für Kapitalmarktstratege Jürgen Molnar von RoboMarkets ist es aktuell auf jeden Fall zu früh, um von einer echten Trendwende zu sprechen. "In den kommenden Stunden dürfte die Entscheidung darüber fallen, ob die Korrektur mit dem starken Abverkauf der vergangenen 24 Stunden und der nun einsetzenden Stabilisierung bereits wieder vorbei ist." Aktuell sieht er die Bewegung als eine gesunde Korrektur, die den überhitzten Markt etwas abgekühlt habe.
Lombard Odier glaubt zumindest weiter an das Potenzial von Gold - und hebt das Preisziel gar auf 4.600 Dollar an. Und auch Händler gehen davon aus, dass der ein oder andere den jüngsten Rücksetzer durchaus als Einstiegschance sieht.
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