Große Versprechen, noch größere Enttäuschungen

Porno-Ballerina: Wieviel die meisten bei OnlyFans wirklich verdienen

Aktualisiert:

von JOYN News

Bild: PULS 4


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Das Versprechen vom schnellen Geld bringt viele junge Menschen zum Liebäugeln mit der Porno-Branche. Aber auch neue, vermeintlich selbstbestimmte Plattformen haben ihre Tücken. Die Machtstrukturen der "klassischen" Pornoindustrie gibt es auch auf OnlyFans.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Plattform OnlyFans verspricht vielen das schnelle Geld. Doch die Realität sieht anders aus. Der Durchschnittsverdienst liegt nur bei etwa 250 Dollar im Monat - nur wenige verdienen wirklich viel.

  • Ballerina Avva ist eine sogenannte OnlyFans-Creatorin auf und zählt inzwischen zu den weltweit Top-Content-Produzentinnen auf OnlyFans. Dafür steckt sie wöchentlich 80 Stunden an ihr Porno-Business.

  • Als "feministisch und toll" bezeichnet Avva die Plattform allerdings nicht. Auch die Sexualtherapeutin Nicole Kienzl kann damit nichts anfangen.

Die 21-jährige Avva ist OnlyFans-Creatorin und macht laut eigenen Aussagen "alles, was ihr Spaß macht", sagt sie in der PULS 4 Doku "Die Porno-Revolution - Wie Social Media die Pornoindustrie verändert".

"OnlyFans" ist eine Plattform, auf der Menschen ihren Content selbst bepreisen und mit einem Abo-Modell online stellen können. Selbstbestimmte Pornografie nennen es die einen, Kritiker sehen Verharmlosung und einen zu einfachen Einstieg in eine Branche, die von Ausbeutung lebt.


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Knallhartes Business

Sie ist beruflich eigentlich Ballett-Tänzerin und war auf der Suche nach einem zweiten Standbein. Ins Porno-Business hat sie auch das Versprechen der Plattform gezogen, hier selbstbestimmt zu entscheiden.

Ballerina Avva und ihr Freund arbeiten wöchentlich 80 Stunden an ihrem Porno-Business. Auch für die sozialen Medien TikTok und Instagram produziert die junge Frau Inhalte am laufenden Band. Die Arbeit zahlt sich finanziell und auch in Abonnenten-Zahlen aus, Avva ist weltweit unter den Top-Content-Produzentinnen auf OnlyFans.

Viele Mitbewerberinnen würden sich aber hinter der Floskel "Ich bin Content-Creatorin" verstecken, so die 21-Jährige. Es ist dieselbe Arbeit wie die von Pornodarstellerinnen - das nicht auszusprechen würde es leicht machen, nicht nachzudenken, ob sie wirklich Pornos drehen wollen.

Nicht feministisch

Die Sexualtherapeutin Nicole Kienzl findet OnlyFans nicht feministisch. Es gehe nur um Profit und der Content werde hauptsächlich für Männer gemacht. Männer wollen auch auf den "selbstbestimmten" Plattformen die Inhalte bekommen, die sie von Pornoplattformen gewohnt sind.

Creatorin Avva versucht auch Frauen mit ihren Inhalten anzusprechen, allerdings überwiegt auch bei ihr die klassische "Mainstream"-Pornografie. Das würde am "besten und einfachsten" funktionieren, Männer seien immer noch die Hauptzielgruppe. Wichtig ist ihr, dass sie direkt bezahlt wird. OnlyFans bietet diese Möglichkeiten, aber nur "feministisch und toll" ist es keinesfalls, so Avva.

Bild: PULS 4


Großer Erfolg für wenige

Berichte über die Plattform locken auch mit dem Versprechen vom schnellen Geld. Wie in der klassischen "Gratis"-Pornobranche zahlen auch auf OnlyFans junge Frauen drauf: Agenturen würden den Erfolg der jungen Darstellerinnen ausnutzen.

"Der Durchschnittsverdienst auf OnlyFans sind 250 Dollar im Monat und nicht eine Million Euro", so die Unternehmerin. Junge Frauen werden durch diese falsche Erwartung zu einer leichten Beute für Männer, die mit ihnen Geld verdienen wollen.

Die jungen Frauen, die oft frisch aus der Schule kommen würden, wüssten oft nichts über Marketing oder Wirtschaft und das ist ein "Riesenproblem", so Avva. Die Ballerina macht auf ihrem Kanal alles selbst.

Sie will keinesfalls für immer in der Branche bleiben. Ob man unethische Pornografie unterstützt, diese Entscheidung liegt bei den Nutzern selbst.

Die PULS 4 Doku "Die Porno-Revolution - Wie Social Media die Pornoindustrie verändert" auf Joyn.

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