Nächster WM-Gegner

Größter Druck weg: Nun wollen die ÖFB-Kicker Argentinien ärgern

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von Quelle: APA, JOYN News

PULS 24 Live

WM-Auftakt: Österreich besiegt Jordanien 3:1

Videoclip • 11:23 Min


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Österreichs Fußball-Nationalspieler haben den Blick nach dem befreienden 3:1-Auftaktsieg bei der WM in Nordamerika gegen Jordanien bereits auf den nächsten Gegner Argentinien gerichtet. Mit einem Punktgewinn am Montag in Dallas wäre dem ÖFB-Team der Einzug in die K.o.-Phase praktisch nicht mehr zu nehmen. Der größte Druck scheint vor dem Duell mit Lionel Messi und Co. weg. "Ich glaube, die haben auch keinen Spaß, wenn sie gegen uns spielen müssen", meinte Konrad Laimer.

Das Wichtigste in Kürze

  • Nach dem erfolgreichen WM-Auftakt richtet sich der Blick des ÖFB-Teams auf den nächsten Gegner: Argentinien.

  • Der größte Druck scheint jedoch weg zu sein.

Der Bayern-München-Profi Laimer war vom Ambiente bei seiner WM-Premiere begeistert. "Ich hoffe, wir können noch sehr viele Spiele in so einem Stadion spielen." Einzig das "Bermudagras", wie es Laimer formulierte, sei etwas anders als in Europa. Die ÖFB-Elf habe aber gewohnte Qualitäten gezeigt.

"Es ist nicht alles in unsere Richtung gelaufen im Spiel. Aber es zeichnet die Mannschaft aus, dass wir nie aufhören. Wir machen einfach weiter, das ist das Wichtigste. Wir bleiben unserem Weg irgendwie treu und belohnen uns mit zwei Toren und einem sehr, sehr wichtigen Sieg."

"Ein ordentlicher Start"

Laimer hatte nach dem Ausfall von Christoph Baumgartner als Spielmacher begonnen. "Es war jetzt nicht komplett neu. Aber es war wieder was Neues, andere Räume", kommentierte der 29-Jährige seine ungewohnte Rolle. "Gefühlt bin ich 474-mal gesprintet, aber es hat auch irgendwie wieder Spaß gemacht."

Der Sieg wurde erst sichergestellt, als ihn Teamchef Ralf Rangnick nach links hinten beordert und neue Kreativkräfte gebracht hatte. Laimer: "Wir hätten sicher einige Phasen besser machen können, aber am Ende gewinnen wir das Spiel 3:1. Das tut uns allen gut. Es war ein ordentlicher Start."

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Erleichterung bei Alaba

David Alaba war vor allem erleichtert. "Im Großen und Ganzen sind wir sehr zufrieden", sagte der ÖFB-Kapitän. Die Sorge, dass seinem Team die Partie vollends entgleiten könnte, habe er nicht gehabt. "Aber wenn du das Spiel mit 1:1 beendest, ist es sicher irgendwo gefühlt eine Niederlage. Dementsprechend sind wir sehr, sehr erleichtert, dass wir diese drei Punkte mitnehmen." Die Mannschaft besitze Qualitäten, um Spiele entscheiden zu können. "Dass wir nach Ballgewinnen immer wieder gefährlich sein und schnell umschalten können, ist sicherlich etwas, was zu unseren Stärken gehört."

Das wollen die Österreicher auch gegen die Argentinier zeigen. Die Partie des Weltmeisters gegen Algerien (3:0) verfolgten die ÖFB-Kicker noch vor der Abfahrt zu ihrem eigenen Auftaktspiel. "Unglaublich. Dass Messi in so einem Turnier gleich mit einem Hattrick startet, ist natürlich Wahnsinn", sagte Alaba. "Gott sei Dank hat er das heute gemacht und - hoffen wir - nicht nächste Woche." Die Stärken Argentiniens seien kein Geheimnis. "Wir wissen, welche Qualität sie in ihren Reihen haben, selbst neben Messi, und wozu sie als Kollektiv auch fähig sind."

Mit derartigen Gegnern wolle man sich auf dieser Bühne messen, betonte Laimer. "Das ist eine Weltmannschaft mit grandiosen individuellen Spielern." Das ÖFB-Team habe aber ausreichend Zeit zur Regeneration. "Wir haben genug Tage dazwischen, dass wir dann vielleicht noch einmal ein bisschen mehr sprinten und noch einmal ein bisschen mehr laufen, damit wir es denen so eklig wie möglich machen können und unseren Fußball durchziehen."


Argentinien "vor Aufgaben stellen"

Auch Torhüter Alexander Schlager freut sich auf die Herausforderung. Individuell gehe es kaum besser. "Trotzdem sind wir der Meinung, dass man als Mannschaft dagegenhalten kann. Wenn man sie unter Druck setzt, wenn man Überzahlsituationen herstellt mit Ball, kommen sie auch zu Fehlern", erklärte der Salzburg-Goalie. "Das sind auch nur Menschen. Wir können sie vor Aufgaben stellen, das Vertrauen haben wir schon. Wir werden uns Vollgas vorbereiten und dann das beste Österreich bieten, das wir bieten können."

Gegen Jordanien war diese Form noch nicht immer zu sehen. "Wir haben ihnen nach Ballverlusten einfach zu viel Raum gegeben", sagte Schlager. Der Sieg gebe aber zusätzliches Selbstvertrauen. "Wir haben wieder gezeigt, dass wir die Fähigkeit haben zu leiden und dann auch durchzuhalten und auf das zu vertrauen, was in uns steckt."

Er selbst zementierte seinen Status als Österreichs Nummer eins mit einigen starken Aktionen. "Man findet sicher in jedem Spiel Dinge, die man besser machen kann", meinte der 30-Jährige. "Aber ich habe es sehr, sehr genossen da draußen, und ich glaube, das hat man auch auf dem Platz gesehen." Er wolle für die Mannschaft da sein. "In so einem Turnier braucht man jeden einzelnen Spieler. Ich bin froh, wenn ich in der einen oder anderen Situation helfen kann, und genauso helfen mir die Spieler. Von dem her bin ich happy."

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