Von Rom bis Mailand

20 Tage Extremhitze: Italien erlebt Rekordsommer

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von Quelle: APA, JOYN News

Passanten bei vor dem Kollosseum in Rom aufgestelltem Ventilator

Bild: APA/APA/AFP/TIZIANA FABI


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Italien erlebt derzeit die längste Hitzewelle des Jahres. Seit Ende Juli sorgen anhaltend hohe Temperaturen für Belastungen im ganzen Land. Experten sehen auch den Klimawandel als Grund dafür, dass solche Extremwetterlagen häufiger und länger auftreten.

Das Wichtigste in Kürze

  • Italien erlebt die längste Hitzewelle des Jahres – Temperaturen bleiben voraussichtlich bis Mitte August extrem hoch.

  • Experten sehen den Klimawandel als Ursache dafür, dass Hitzeperioden häufiger und länger werden.

  • Welche Folgen die Hitzewelle bereits hat und warum Tausende zusätzliche Todesfälle befürchtet werden, liest du hier.


Italien wird seit Ende Juli von einer außergewöhnlich langen Hitzewelle erfasst. Nach Einschätzung des Atmosphärenphysikers Lorenzo Giovannini von der Universität Trient könnten die extrem hohen Temperaturen noch mindestens bis zum 17. August anhalten. Damit würde die aktuelle Hitzewelle rund 20 Tage dauern und die bislang längste des Jahres werden.

Bereits zuvor hatte das Land mehrere Hitzeperioden erlebt. Nach einer ersten Welle im Mai folgten weitere Phasen im Juni und Juli. Die Abstände zwischen den einzelnen Hitzeschüben werden laut Experten immer kürzer. Gleichzeitig dauern die heißen Perioden länger an als noch vor einigen Jahren.

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Wetterlage hat sich verändert

Nach Angaben von Giovannini spielt dabei eine veränderte Großwetterlage eine wichtige Rolle. Früher wurde die Hitze oft beendet, wenn sich das Azorenhoch gegenüber dem afrikanischen Hochdruckgebiet durchsetzte. Mittlerweile verlagere sich das afrikanische Hoch jedoch immer weiter nach Norden, wodurch heiße Luftmassen aus Nordafrika länger und häufiger nach Italien gelangen können.

Die genauen Ursachen werden weiterhin erforscht. Fachleute gehen jedoch davon aus, dass die Klimakrise die Wahrscheinlichkeit solcher langanhaltenden Hitzeperioden deutlich erhöht und Italien künftig noch stärker von dieser Wetterlage betroffen sein könnte.

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Gesundheitsgefahr in vielen Städten

Die Auswirkungen der Hitze sind bereits im ganzen Land spürbar. Von den 27 Städten, die vom italienischen Gesundheitsministerium überwacht werden, standen zuletzt 19 auf der höchsten Warnstufe. Zeitweise galt sogar für alle 27 Städte gleichzeitig die rote Warnung. Erst lokale Gewitter brachten in Teilen Norditaliens eine leichte Entspannung.

Die höchste Warnstufe bezeichnet einen Hitzenotstand mit erheblichen Gesundheitsrisiken für die gesamte Bevölkerung. Betroffen sind nicht nur ältere oder kranke Menschen, sondern auch gesunde Erwachsene. Experten schätzen, dass die außergewöhnliche Hitze in diesem Sommer mehrere tausend zusätzliche Todesfälle in Italien verursachen könnte.

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