AK warnt: Schlechte Arbeitsbedingungen fördern Gewalt
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von Quelle: APA, JOYN NewsArbeitgeber haben Fürsorgepflicht für ihre Beschäftigten
Bild: APA/APA/dpa/Julian Stratenschulte
Gewalt am Arbeitsplatz wird in Österreich zunehmend zum Problem. Laut Arbeiterkammer hängen Übergriffe oft mit schlechten Arbeitsbedingungen zusammen. Arbeitgeber müssten daher stärker in Prävention und Schutzmaßnahmen investieren.
Das Wichtigste in Kürze
Schlechte Arbeitsbedingungen können Gewalt und Mobbing am Arbeitsplatz begünstigen, warnt eine AK-Expertin.
Betroffene leiden oft unter Angst, Schlafstörungen oder psychischen Langzeitfolgen.
Warum Arbeitgeber stärker in der Pflicht stehen und welche Maßnahmen gefordert werden, lesen Sie hier.
Gewalt und Belästigung am Arbeitsplatz haben für Betroffene oft schwerwiegende Folgen. Angstzustände, Schlafstörungen, Depressionen oder sogar posttraumatische Belastungsstörungen können die Konsequenz sein. Die Wiener Arbeits- und Organisationspsychologin Johanna Klösch von der Arbeiterkammer betont, dass Übergriffe immer einen Angriff auf die Würde und Integrität eines Menschen darstellen.
Arbeitgeber haben Fürsorgepflicht
Nach Ansicht der Expertin liegt die Verantwortung klar bei den Arbeitgebern. Diese seien gesetzlich verpflichtet, für sichere Arbeitsbedingungen zu sorgen und Gewalt möglichst schon im Vorfeld zu verhindern. Dennoch verfügen laut Daten der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz viele österreichische Betriebe über keine klaren Verfahren für den Umgang mit Bedrohungen, Angriffen, Mobbing oder Belästigung.
Hintergründe für Zunahme von Gewalt
Klösch sieht einen Zusammenhang zwischen Gewalt und problematischen Arbeitsbedingungen wie Personalmangel, Alleinarbeit oder hohem Zeitdruck. Gerade in Bereichen wie Pflege oder Gesundheitswesen könnten solche Faktoren Konflikte und Übergriffe begünstigen. Auch Mobbing sei häufig Ausdruck struktureller Probleme im Betrieb und nicht nur ein Konflikt zwischen einzelnen Personen. Die AK fordert daher mehr Präventionsmaßnahmen, bessere Dokumentation von Vorfällen und einen stärkeren Schutz von Beschäftigten.
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