Alexander Prass mit Hoffenheim im Höhenflug
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von AgenturenPrass mit Hoffenheim im Aufwind
Bild: APA/APA/GEORG HOCHMUTH/GEORG HOCHMUTH
Alexander Prass erlebt nach eigenen Angaben gerade die beste Phase seiner Auslands-Karriere. Der im Sommer 2024 von Sturm Graz zu Hoffenheim gewechselte ÖFB-Internationale darf sich mit der in der deutschen Bundesliga auf Rang fünf liegenden TSG Chancen auf eine Qualifikation für die Fußball-Champions-League ausrechnen. Den dafür wohl maßgeblichen vierten Platz hat RB Leipzig sieben Runden vor Schluss nur aufgrund der besseren Tordifferenz inne.
"Wenn du zu so einem Zeitpunkt der Saison vorne mitspielst, willst du auch was absahnen", sagte der Linksfuß am Sonntag im ÖFB-Campus in Wien in bester deutscher Tradition. Seinen oberösterreichischen Dialekt bekommt man beim nördlichen Nachbarn nur selten zu hören. "Es ist schon sehr angenehm, wenn ich hier herkomme und frei rausreden kann, ohne den Dialekt verstecken zu müssen." Die Sprach-Umstellung in Deutschland habe vor allem praktische Gründe. "Einige verstehen mich sonst nicht. Außerdem gehört es sich auch ein Stück weit, dass man sich anpasst, und sonst wird man ja dauerhaft gehäkelt", sagte Prass mit einem Schmunzeln.
Sogar der kultige steirische Assistenztrainer Uwe Hölzl, den Christian Ilzer von Sturm nach Hoffenheim mitnahm, passte sich laut Prass an. "Er schafft es ganz gut, seinen Dialekt zu verstecken." Hölzl sorgte bei den Grazern mit launigen Kabinen-Motivationsansprachen für Furore, seine Methoden kommen offenbar auch bei Hoffenheim gut an. Prass: "Er ist sehr beliebt bei der Mannschaft, hat eine Lockerheit, die guttut und ist für das Trainerteam sehr wichtig."
Komplette Sommer-Vorbereitung als Hoffenheims Erfolgsfaktor
Hölzl leistet damit seinen Beitrag zu einer echten Erfolgssaison von Hoffenheim. Im Vorjahr musste man sich noch mit dem Abstiegskampf auseinandersetzen, nun winkt das Europacup-Ticket. "Für den Trainer und die Mannschaft war es wichtig, im Sommer eine komplette Vorbereitung gehabt zu haben. Es wurden viele Impulse gesetzt, die offensichtlich geklappt haben, und eine fast neue Mannschaft zusammengestellt", erklärte Prass.
Von der Arbeit von Ilzer und Sportchef Andreas Schicker zeigte sich Prass beeindruckt. "Ich halte viel von ihnen. Man hat schon in Graz gesehen, dass es mit den beiden gut funktioniert. Wichtig war, dass der Trainer noch Zeit bekommen hat, als schon Gerüchte kursiert sind. Andi und er haben im Verbund sehr clevere Entscheidungen getroffen", berichtete Prass.
Ilzer entschied sich in der jüngeren Vergangenheit auch dafür, seinen Landsmann auf weit mehr Positionen als nur auf jener des Linksverteidigers einzusetzen. So agierte der 24-Jährige in den vergangenen Wochen etwa im offensiven Mittelfeld oder auf dem rechten Flügel. "Ich bin es gewohnt, dass ich mich relativ schnell an verschiedene Positionen anpassen muss", erklärte Prass. "Die meisten Trainer sind froh, wenn sie Spieler haben, die nicht nur eine Position spielen können."
Prass seit Wechsel nach Deutschland "sehr viel weiter"
Diesbezüglich habe ihm auch sein Wechsel nach Deutschland geholfen. "Ich merke, dass ich jetzt sehr viel weiter bin als zu dem Zeitpunkt, als ich nach Deutschland gegangen bin." Die deutsche Liga sei im Vergleich zu österreichischen "besser, schneller, größer, stärker".
ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick bringt Prass regelmäßig als Linksverteidiger, so wie zuletzt nach der Pause beim 5:1 gegen Ghana. Im nächsten Test am Dienstag im Happel-Stadion gegen Südkorea gilt der 17-fache Internationale als Anwärter auf einen Platz in der Startformation. Unabhängig davon, ob er zum Einsatz kommt oder nicht, ist für Prass das Ziel gegen die Asiaten klar. "Es ist wichtig, so viel Positives wie möglich zur WM mitzunehmen", betonte der Deutschland-Legionär.
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