Australiens Armee wird erstmals von Frau geführt
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von AgenturenSusan Coyle übernimmt das Kommando
Bild: APA/APA/AUSTRALIAN DEFENCE FORCE/HANDOUT
Die australische Armee wird künftig erstmals seit ihrer Gründung vor 125 Jahren von einer Frau angeführt. Verteidigungsminister Richard Marles gab am Montag bekannt, Generalleutnant Susan Coyle werde "die erste Frau in der Geschichte Australiens sein, die das Kommando über eine Truppe übernimmt". Dies sei ein "zutiefst historischer Augenblick". Coyle blickt auf eine 30-jährige Karriere bei der Armee zurück und diente in Afghanistan, im Nahen Osten und auf den Salomoneninseln.
Die australische Armee befindet sich inmitten einer großen Transformation und rüstet sich mit weitreichenden Waffen, Drohnen und anderen Kampfmitteln aus. Coyle verwies auf ihre Erfahrungen in Gebieten wie Cyber-Kriegsführung. Ihre umfassenden Erfahrungen seien eine "solide Grundlage" für die mit dem Kommando verbundenen Aufgaben und das in sie gesetzte Vertrauen, sagte die neue Armeechefin.
"Historischer Moment"
Premierminister Anthony Albanese sprach von einer Premiere in der 125-jährigen Geschichte der australischen Armee. Verteidigungsminister Richard Marles nannte die Ernennung einen historischen Moment. Die 55-Jährige ist zudem die erste Frau, die überhaupt eine Teilstreitkraft des australischen Militärs führt. Der bisherige Marinechef, Vizeadmiral Mark Hammond, rückt im Zuge des Umbaus der Militärführung an die Spitze der gesamten Streitkräfte auf.
Frauen machen derzeit rund 21 Prozent der australischen Streitkräfte aus. Ihr Anteil in Führungspositionen liegt bei 18,5 Prozent. Die Gesamtquote soll bis zum Jahr 2030 auf 25 Prozent steigen. Die Personalentscheidung fällt in eine Zeit, in der das australische Militär den Anteil weiblicher Offiziere erhöhen will. Die Streitkräfte sehen sich mit einer Reihe von Vorwürfen wegen systematischer sexueller Belästigung und Diskriminierung konfrontiert. Eine Sammelklage war im vergangenen Oktober eingereicht worden. Die Kläger werfen dem Militär darin vor, Tausende Soldatinnen nicht vor Übergriffen geschützt zu haben.
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