Australiens ESC-Hoffnung Delta Goodrem

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++ HANDOUT ++ Delta Goodrem muss in Australien niemanden mehr von sich überzeugen

Bild: APA/EBU/DG PRESS


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Kandidatin Delta Goodrem

Es scheint alles angerichtet für ein australisches ESC-Menü auf der Austrobühne in der Wiener Stadthalle: Mit der chart-, live-, songwriting- und pianoerfahrenen, am 9. November 1984 geborenen Delta Goodrem schickt sich der etwas unerwartete ESC-Neuling vom letzten Song-Contest-Aufschlag in Wien im Jahr 2015 an, heuer ein lautes Wörtchen um den Sieg mitzureden. Unter dem Titel "Eclipse" wirft man eine Art Powerballade auf Steroiden und allerhand sonstigen, dem ESC quasi ureigenen Leistungserhöhern - wie einer geschickt eingefädelten Transposition am Ende - in den Wettbewerb.

Produktions- und präsentationstechnisch zieht man 2026 alle Register - und das tut auch die 41-jährige Sängerin, die bereits im Jahr 2003 mit "Lost Without You" einen weltweiten Hit am Start hatte. Als geneigter Beobachter kann man angesichts der geballten Ladung an "Pros" kaum umhin, als von einem klaren Aufstieg im zweiten Halbfinale am 14. Mai auszugehen. Wenn auch der Song selbst im Refrain ein wenig an Verve verliert, ist die imaginäre Liste an "Cons" eine veritable Shortlist. Sucht man das Haar in der Suppe, so ist es womöglich die aalglatte Produktion (kein wirklicher Nachteil beim ESC) und die schwierige stimmliche Umsetzung. Delta Goodrem bringt allerdings gehörig Bühnenroutine mit.

Seit ihrem Debüt 2003 ist Goodrem in ihrer Heimat ungebrochen eine große Nummer im Popbusiness. Was sie angesichts dessen dazu bewegt, sich auf die Song-Contest-Bühne zu stellen, bleibt offen. Vielleicht ist es die relative Nähe, die die Musikerin - sie hat etwa bereits für die ESC-Siegerin 1988, Céline Dion, Songs geschrieben oder mit der ESC-Teilnehmerin 1974, "Grease"- und Disco-Ikone Olivia Newton-John, zusammengearbeitet - zum Bewerb hat, oder einfach die Aussicht auf einen Spitzenplatz, die zu verlockend wirkt.

Australiens ESC-Geschichte

Nach dem Einstieg des bekanntlich fernab europäischer Gestade liegenden Kontinents in den Europäischen Gesangswettbewerb im Jahr 2015 legte man gleich einmal forsch los: mit einem 5. und einem 2. Platz (2016). Letzterer - Dami Im kredenzte den "Sound of Silence" - markiert bisher auch das beste Abschneiden des immer wieder als Mitfavorit gehandelten Landes.

Startete man bei der Premiere in Wien noch als "Special Guest" direkt im Finale, konnte man sich in der Folge gleich vier Mal hintereinander ins ESC-Endspiel hieven. Das Gefühl des vorzeitigen Antretens der langen Heimreise kostete man hingegen in den vergangenen beiden Wettbewerben aus: Sowohl 2024 als auch - für viele überraschend - im vergangenen Jahr in Basel kam das frühe Aus. Immerhin: Australiens 2025er-Kandidat Go-Jo ("Milkshake Man") wird Teil des heurigen Showprogrammes sein - Stichwort "Austria/Australia".

Die größten Erfolge Australiens:

(S E R V I C E - www.eurovision.com/stories/delta-goodrem-representing-australia-eurovision-2026/ )

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