Ballistische Raketenattacke auf Kiew - Starke Explosionen

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++ ARCHIVBILD ++ Ukrainischer Präsident ruft Weltgemeinschaft zu Reaktion auf

Bild: APA/APA/dpa/Michael Kappeler


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Kurz nach der Warnung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj vor einem schweren russischen Luftangriff ist Kiew von heftigen Explosionen erschüttert worden. Wie AFP-Journalisten berichteten, ereigneten sich die Detonationen in der Nacht auf Sonntag nach der Ausrufung eines Luftalarms durch die Behörden. Die ukrainische Hauptstadt sei "das Ziel eines massiven Angriffs mit ballistischen Raketen", erklärte der Chef der Kiewer Militärverwaltung, Tymur Tkatschenko.

"Weitere Angriffe sind möglich. Bleiben Sie in den Schutzräumen", rief er die Bevölkerung im Onlinedienst Telegram auf. Staatschef Selenskyj hatte am Samstagabend erklärt, den ukrainischen Geheimdiensten lägen Daten unter anderem von Partnern in Europa und den USA vor, wonach Russland einen Angriff mit seiner neuartigen Oreschnik-Rakete vorbereite. Auch die US-Botschaft in Kiew warnte, ihr vorliegenden Informationen zufolge könne "jederzeit innerhalb der kommenden 24 Stunden" ein "möglicherweise bedeutsamer Luftangriff erfolgen".

Die russische Oreschnik-Rakete ist eine atomwaffenfähige russische Mittelstreckenrakete, die nach Kreml-Angaben eine Geschwindigkeit von mehr als 12.000 Kilometern pro Stunde und Ziele in 3.000 bis 5.500 Kilometer Entfernung erreichen kann. Laut Russlands Präsident Wladimir Putin ist es selbst für moderne Luftabwehrsysteme "unmöglich", die Rakete abzufangen.

Nach einem ukrainischen Drohnenangriff auf die russisch besetzte ukrainische Region Luhansk in der Nacht zum Freitag hatte Putin Kiew mit Vergeltung gedroht. Bei dem Angriff wurde nach russischen Angaben eine Fachhochschule samt Studentenwohnheim in der Stadt Starobilsk getroffen, 18 Menschen kamen demnach ums Leben. Kiew bestreitet einen gezielten Angriff auf Zivilisten und erklärte, Ziel sei eine Drohneneinheit der russischen Armee in der Region Starobilsk gewesen.

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