Beichler nach drei Monaten als Salzburg-Trainer Geschichte

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von Agenturen

Daniel Beichler muss sich einen neuen Club suchen

Bild: APA/APA/KRUGFOTO/KRUGFOTO


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Die Amtszeit von Daniel Beichler als Trainer bei Red Bull Salzburg geht wie erwartet zu Ende. Der 37-jährige Steirer wurde am Montag und damit einen Tag nach der 1:3-Heimniederlage gegen den TSV Hartberg zum Abschluss der Meistergruppe der Fußball-Bundesliga von seinen Aufgaben entbunden und dienstfrei gestellt. Das gab der ehemalige Serienmeister, der die Saison nur als Dritter abschloss, bekannt. Beichler war als Nachfolger von Thomas Letsch fast genau drei Monate tätig.

Beichler hatte am 22. Februar mit einem grandiosen 5:1 beim LASK zwar einen Topeinstand, der Trainereffekt verpuffte aber schnell. In 14 Pflichtspielen gab es nur vier Erfolge bei drei Remis und gleich sieben Niederlagen, was einem enttäuschenden Punkteschnitt von 1,07 entspricht. Darunter war auch das Out im Cup-Halbfinale gegen Altach am 4. März. Das erste von zwei klaren Saisonzielen war damit schon nach der dritten Partie unter seiner Führung verpasst. Etwas mehr als zwei Monate später war nach dem 1:2 beim LASK am 10. Mai auch die letzte Meisterchance dahin.

Mann: "Müssen diesen Schritt setzen"

Der Ex-ÖFB-Teamspieler hatte schon zuletzt mehrfach betont, dass die Ergebnisse enttäuschend seien und er als Trainer in der Verantwortung stehe. Ihm dürfte schon vor dem Hartberg-Spiel klar gewesen sein, dass es keine Zukunft für ihn als Chefcoach geben werde. "Leider waren die Wochen unter Daniel Beichler als Cheftrainer nicht so, wie wir uns das erwartet hatten. Wir wissen, dass er die Mannschaft in einer durchaus schwierigen Situation übernommen und viel versucht hat, um den Turnaround zu schaffen. Am Ende waren weder die Ergebnisse noch die sportlichen Leistungen so, wie wir sie von unserer Mannschaft erwarten, weshalb wir jetzt diesen Schritt setzen müssen", erläuterte Sport-Geschäftsführer Marcus Mann.

Man wolle die Saison mit einer ganz neuen sportlichen Führung beginnen. Deshalb scheiden auch die Co-Trainer Raphael Ikache, der zur Red Bull Akademie zurückkehren wird, sowie Zlatko Junuzovic aus dem Trainerteam aus. Beichler war seit Juli 2020 im Nachwuchs der Salzburger tätig, im April 2024 stieg er zum Chefcoach des in der 2. Liga tätigen Partnerclubs FC Liefering auf, wo er sich für eine "Beförderung" empfehlen konnte. Die Hoffnung auf eine große Trainerkarriere auf Bundesligaebene erfüllte sich vorerst aber nicht.

Punkteschnitt der Salzburg-Trainer sinkt seit Jahren

Beichler reiht sich in eine Liste nicht erfolgreicher Salzburg-Coaches ein. Im Gegensatz zu den Zeiten zuvor unter Oscar Garcia, Marco Rose, Jesse Marsch oder Matthias Jaissle lief es seit Sommer 2023 nicht mehr nach Wunsch. Gerhard Struber (34 Pflichtspiele/Schnitt 1,94), Interimscoach Onur Cinel (6/1,67), Pepijn Lijnders (28/1,64) und Letsch (56/1,55) konnten die stets hohen Erwartungen des Double-Gewinns keinesfalls erfüllen. Wenn man sich den Punkteschnitt anschaut, ging es stets bergab. Diesen Trend gilt es nun in neuer Besetzung zu stoppen.

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