Bittere Last-Minute-Niederlage der ÖFB-U21 in Belgien
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von AgenturenJungwirth und Co. geben Platz eins in der EM-Quali ab
Bild: APA/APA/EXPA/REINHARD EISENBAUER/EXPA/REINHARD EISENBAUER
Österreichs U21-Fußballer haben die Tabellenführung in Qualigruppe I für die EM 2027 am Freitag abgeben müssen. In Belgien kassierte die Elf von Trainer Peter Perchtold beim 0:1 (0:0) durch ein Tor von Arthur Vermeeren (88.) eine Last-Minute-Niederlage, dank derer die Hausherren je drei Punkte vor Dänemark und Österreich die Spitze übernahmen. Drei Spiele vor Schluss droht damit das Fixticket, das die Gruppensieger und der beste Gruppenzweite lösen, ins Wackeln zu geraten.
Viereinhalb Monate nach dem 1:0-Heimsieg über die Belgier sahen 2.458 Zuschauer in Leuven eine von Taktik geprägte erste Hälfte mit keinen nennenswerten Chancen. Erst nach dem Seitenwechsel kamen die im Vergleich zum Hinspiel kaum veränderten Österreicher um Rapid-Stürmer Nikolaus Wurmbrand stärker unter Druck. Vorerst agierte die ÖFB-Defensive zwar noch sattelfest.
Ein Elferfoul von Oluwaseun Adewumi blieb mit Glück ohne Folge. Der zu Fall gebrachte Romeo Vermant, Stürmertalent des FC Brügge, setzte den Strafstoß an die Oberlatte (65.). Danach wurden die schwindenden Kräfte bei der ÖFB-Auswahl aber immer augenscheinlicher. Im Finish stand am Ende einer Fehlerkette schließlich der bittere Gegentreffer von Olympique-Marseille-Legionär Vermeeren.
"Enttäuschung ist riesig"
"Ab der 55. Minute sind wir zu passiv geworden und hatten rund um die Elfmetersituation schon etwas Glück, so ehrlich müssen wir sein", sagte Perchtold in einer ÖFB-Aussendung. Belgien habe "am Ende aufgrund der zweiten Halbzeit verdient gewonnen", gab Kapitän Nikolas Sattlberger zu. Goalie Lukas Jungwirth musste schlucken: "Die Enttäuschung ist jetzt natürlich riesig. Wenn man so kurz vor dem Ende das Gegentor bekommt, ist das sehr bitter."
Ihren nächsten Auftritt haben die Österreicher (7 Pkt.) am kommenden Dienstag in Ried gegen Schlusslicht Belarus (4). Abgeschlossen wird die Quali im Oktober 2026 mit den Partien gegen Dänemark (7 Pkt., ein Spiel weniger) und in Wales (6). "Wir haben schon bewiesen, dass wir mit Rückschlägen umgehen können, und das werden wir wieder tun", versprach Perchtold.
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