Budget-Defizit im Vorjahr niedriger als erwartet
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von AgenturenDas Defizit bleibt hoch
Bild: APA/APA/dpa/Fernando Gutierrez-Juarez
Das gesamtstaatliche Defizit hat im Vorjahr 4,2 Prozent des BIP betragen und ist damit unter dem vom Finanzministerium eingeplanten Wert von 4,5 Prozent gelegen. Diese von der Statistik Austria am Dienstag präsentierte Zahl ist besser als die 4,6 Prozent des Jahres 2024. Von der von der EU vorgegebenen Maastricht-Grenze von drei Prozent ist man aber weit entfernt. Die Staatsschuldenquote stieg von 80 auf 81,5 Prozent, blieb jedoch unter dem EU-Schnitt von 82,8 Prozent.
Zu verdanken hat die Regierung das tendenziell erfreuliche Ergebnis dem Faktum, dass die Einnahmen mit einem Plus von 4,5 Prozent deutlicher stärker stiegen als die Ausgaben mit 3,6 Prozent. In absoluten Zahlen betrugen die Staatseinnahmen 261,5 Milliarden, die Ausgaben 283 Milliarden. Der größte Teil davon ging mit 127 Milliarden an Sozialleistungen. Überproportional stark stiegen im Vorjahr die Ausgaben für Gesundheit.
Bund und Länder mit positivem Trend
Der Bund konnte sein Defizit im Vorjahr von 3,4 auf 3,0 Prozent des BIP reduzieren, die Länder (ohne Wien) ihres von 0,5 auf 0,4 Prozent. Der Abgang der Gemeinden stieg hingegen von 0,6 auf 0,7 Prozent, jener der Sozialversicherungsträger sank von 0,2 auf 0,1 Prozent.
Die Länder schnitten ganz unterschiedlich ab. Das beste Ergebnis erzielte Oberösterreich, das sogar ein Plus von fünf Millionen erreichte. Die Steiermark, Kärnten, das Burgenland, Tirol und Vorarlberg konnten ihre Ergebnisse deutlich verbessern, wobei die Steiermark aber die größte Pro-Kopf-Verschuldung aufweist. Während in Salzburg der Anstieg noch relativ moderat ausfiel, sieht es in Niederösterreich und Wien düsterer aus. So steigerte sich der Abgang in Niederösterreich von 316 auf 642 Millionen. In der Bundeshauptstadt ging es von 1,9 auf 2,4 Milliarden.
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