Burgenland bekämpft Rebzikade in bewirtschafteten Weingärten
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von AgenturenMaßnahmen in Weingärten werden von Strategieteam einzeln festgelegt
Bild: APA/APA/THEMENBILD/BARBARA GINDL
Burgenlands Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner (Grüne) hat am Dienstag eine neue Verordnung zur Bekämpfung der Amerikanischen Rebzikade und der von ihr übertragenen Goldgelben Vergilbungskrankheit in bewirtschafteten Weingärten vorgelegt. Befallene Stöcke müssen demnach entfernt werden. Ein eigenes Strategieteam erstellt künftig jährlich eine Landesstrategie und eine Liste an geeigneten Pflanzenschutzmitteln, aus denen die Winzer wählen können.
Tritt ein Fall der Goldgelben Vergilbung auf, wird das Gebiet rundherum in drei Zonen unterteilt. Die Befallszone erstreckt sich in einem Radius von 500 Metern um die betroffenen Stellen. Dort müssen jedenfalls symptomatische Rebstöcke gerodet werden, bei einem besonders starken Befall möglicherweise aber auch benachbarte Pflanzen. In einem Umkreis von 2.500 Metern rund um die Befallszone wird eine Sicherheitszone eingerichtet und als Verbreitungsgebiet gilt das gesamte Burgenland, erläuterte Haider-Wallner. Die konkreten Maßnahmen werden von einem Strategieteam mit Vertretern von Land, Landwirtschaftskammer und Bio Austria für jeden Fall einzeln geprüft und festgelegt.
Erste Rodungsbescheide für stillgelegte Weingärten
Wichtig sei eine verstärkte systematische Überwachung von Weingütern und die Behandlung mit Pflanzenschutzmitteln im zweiten und dritten Larvenstadium der Rebzikade, so die Landeshauptmann-Stellvertreterin. Eine vorsorgliche Rodung von stillgelegten Weingärten wurde bereits mit einer Novelle des Weinbaugesetzes umgesetzt. Hier werden von den Bezirkshauptmannschaften derzeit erste Rodungsbescheide ausgestellt.
Neben Rodung und Pflanzenschutzmitteln sollen auch ergänzende, innovative Ansätze zur Prävention berücksichtigt werden, meinte Haider-Wallner, darunter pflanzenstärkende und repellente Maßnahmen sowie Informationskampagnen für private Gärten als potenzielle Ausbreitungsorte. Geprüft werden soll auch, ob Spürhunde zur Früherkennung eingesetzt werden können. Wichtig sei, dass sämtliche Maßnahmen mit der Bio-Zertifizierung vereinbar sind, betonte Sabrina Dreisiebner-Land von Bio Austria.
Die Verordnung soll in der kommenden Woche in Begutachtung gehen und rechtzeitig beschlossen werden, "bevor die Rebzikade wieder in ihren Aktivitätsmodus kommt", hielt Haider-Wallner fest. Die Goldgelbe Vergilbung breite sich derzeit aufgrund des Klimawandels massiv aus und bedrohe den Weinbau. "Die Rebzikade fühlt sich sehr wohl mit den hohen Temperaturen, die wir haben", betonte die Landeshauptmann-Stellvertreterin. Um die 25 Ausbruchsherde gibt es laut Daniel Pachinger vom Pflanzenschutzdienst im Burgenland.
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