BW Linz und GAK im finalen Showdown um Klassenerhalt
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von AgenturenDer GAK haderte mit den Platzverhältnissen
Bild: APA/APA/ERWIN SCHERIAU/ERWIN SCHERIAU
Die Fußball-Bundesliga hat im spannenden Kampf um den Klassenerhalt ein Abstiegsfinale in der letzten Runde erhalten. Schlusslicht BW Linz empfängt am kommenden Samstag (17.00 Uhr) den GAK im Duell um den Ligaverbleib, nachdem am vorletzten Spieltag sowohl die Oberösterreicher (1:1 bei der WSG) als auch die Steirer (2:2 gegen Altach) nicht über ein Remis hinausgekommen waren. Die Ausgangslage vor dem Showdown ist klar: Blau-Weiß muss gewinnen, um im Oberhaus zu bleiben.
Die Linzer setzen dabei auf ihre Heimstärke, haben sie doch alle bisherigen vier Partien im "oberen Play-off" im Hofmann Personal Stadion gewinnen können. "Das war unser Ziel, dass wir es in der eigenen Hand haben. Das haben wir jetzt nach wie vor. Ich hoffe, dass wir auch die fünfte Partie zu Hause gewinnen werden und den Deckel draufmachen", sagte BWL-Coach Michael Köllner. Der zweite Auswärtspunkt in der Qualifikationsgruppe, den Simon Seidl mit einer gelungenen Einzelaktion zum 1:1 in Innsbruck erst in der 71. Minute fixierte, könnte am Ende Gold wert gewesen sein. Nur dadurch ist die Chance auf den Klassenerhalt noch vorhanden.
"Stärkerer im Kopf wird drinnenbleiben"
"Ich könnte das noch öfter machen, muss es mir mehr zutrauen", sagte Seidl zu seinem Alleingang. Sein Team habe in der zweiten Halbzeit besser ins Spiel gefunden und verdient ausgeglichen. "Wir wollen in der Liga bleiben, es steht viel auf dem Spiel, der Stärkere im Kopf wird drinnenbleiben", vermutete der Offensivakteur. Abwehrspieler Martin Moormann rechnete mit einem richtigen Fight. "Wir müssen bereit dafür sein, hoffentlich geht er für uns aus." Dann könnte auch das Engagement von Köllner, der Anfang des Jahres die Nachfolge von Mitja Mörec bzw. Interimscoach Andreas Gahleitner angetreten hatte, als geglückt bezeichnet werden.
"Das sind genau die Spiele, die du am Ende auch willst. Spiele zu spielen, bei denen es auch um etwas geht. Wichtig ist, dass du in solchen Spielen deinen Mann stehst, dass du am Ende auch zeigst, wie gut du bist. Es ist auf der einen Seite schön, ein paar Nerven braucht man letztendlich auch", meinte der Deutsche. Unter seiner Führung gab es in 14 Ligaspielen fünf Siege, drei Unentschieden und sechs Niederlagen und im ÖFB-Cup-Viertelfinale ein 2:3 gegen den späteren Champion LASK.
GAK erlebte "sehr gebrauchten" Tag
Der GAK haderte am Samstag vor allem mit den Bedingungen. Durch den starken Regen in Graz war der Rasen tief, der Ball rollte kaum. "Solche Platzverhältnisse sind für ein Bundesligaspiel schon sehr fragwürdig. Ich weiß nicht, ob man das Spiel in der vierten Runde angepfiffen hätte", monierte Trainer Ferdinand Feldhofer, der aber betonte, dass niemand beim GAK in die "Opferrolle" verfallen dürfe. Seine Elf geriet gegen effiziente Altacher durch zwei Distanzschüsse in Rückstand, erkämpfte sich in den Schlussminuten aber noch einen Punkt. Deshalb könne Feldhofer seinen Spielern nichts vorwerfen. Insgesamt sei es aber ein sehr gebrauchter Tag gewesen.
"Es schmerzt, dass es nicht gereicht hat. Mit diesem Charakter bin ich mir aber sicher, dass wir am Samstag in Linz gewinnen und die Liga sichern werden", blickte Feldhofer auf den Showdown voraus. Bei den GAK-Profis herrschte nach den beiden Toren in der Schlussphase positive Stimmung. "Wir haben Charakter und Zusammenhalt gezeigt", wusste Mittelfeldspieler Tobias Koch. Das Unentschieden tue dem Kopf gut. Für das Duell in Linz gibt es nur ein Motto: "Wir werden unser Leben am Platz lassen", betonte Koch. GAK-Sportdirektor Tino Wawra formulierte es ähnlich. "Die Mannschaft wirkte in der Kabine sehr kämpferisch. Wir müssen in Linz Eier zeigen."
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