BW Linz und GAK rittern im Abstiegsfinale um Ligaverbleib

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Köllner hofft auf ein Happy End

Bild: APA/APA/EXPA/ STEFAN ADELSBERGER/EXPA/ STEFAN ADELSBERGER


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Alles oder nichts: Für Blau-Weiß Linz und den GAK geht es am Samstag (17.00 Uhr) im direkten Duell der letzten Runde um den Verbleib in der Fußball-Bundesliga. Während das Schlusslicht aus Oberösterreich im Heimspiel im Hofmann Personal Stadion zum Siegen verdammt ist, reicht den Grazern schon ein Punkt. Sonst geht es noch um die Teilnahme am Europacup-Play-off. Der Zweite WAC empfängt den Vierten WSG Tirol, Qualigruppen-Sieger Ried ist beim Dritten Altach zu Gast.

Blau-Weiß Linz - GAK: Alles oder nichts

Die Grazer haben ein Plus von drei Punkten auf das Tabellenende, würden bei Punktegleichheit aber fix als Letzter durchs Ziel gehen, da ihre Punktzahl nach dem Grunddurchgang im Gegensatz zu jener von Altach, WSG und BWL nicht abgerundet wurde. Dieses Szenario wollen die Gäste unbedingt vermeiden und nehmen sich ein Beispiel an den jüngsten beiden direkten Duellen, die die Athletiker mit 3:1 und 2:1 jeweils in Graz für sich entscheiden konnten. "Die Spieler wirken sehr fokussiert, konzentriert und gehen die Reise mit einem sehr guten Gefühl an, weil sie wissen, dass wir die letzten beiden Spiele gegen sie gewonnen haben", sagte GAK-Trainer Ferdinand Feldhofer.

Im ersten Saisonaufeinandertreffen in Linz setzten sich aber die Blau-Weißen mit 3:0 durch. So wie damals werden mehr als 5.000 Anhänger, darunter 700 GAK-Fans, für ordentlich Stimmung sorgen. "Das Stadion wird kochen, sowohl im Heim- als auch im Gästebereich, aber wir kennen die Situation aus der letzten Saison. Unsere Aufgabe wird es sein, trotzdem Ruhe auszustrahlen und kühlen Kopf zu bewahren", erläuterte GAK-Sportdirektor Tino Wawra, der BWL-Vergangenheit hat. Gewarnt ist er auch durch die Heimstärke der Linzer. Mit vier Siegen in vier Spielen, dazu ein Torverhältnis von 14:2 hätte die Heimausbeute im "unteren Play-off" nicht besser sein können.

"Wir mussten bisher in jedem Spiel quasi gewinnen, um dabei zu bleiben, die Situation ist für uns also nichts Neues", betonte Blau-Weiß-Coach Michael Köllner. Dem "Showdown-Spiel" fiebert der Deutsche entgegen. "Über uns ist schon der Totengesang angestimmt worden, wir waren schon unter der Erde halb eingegraben, aber wir sind trotzdem noch da und werden es morgen richten." Das "euphorische Publikum" sei auf dem Weg dorthin ein wichtiger Faktor. Die Grazer Ausgangslage könne den Heimischen auch in die Karten spielen. "Auf ein Unentschieden spielen, ist immer schwierig", meinte Köllner, der einen Verbleib als Trainer auch in der 2. Liga zumindest nicht ausschloss.

WAC - WSG Tirol: Freundschaftliches Duell

Die zweitplatzierten Wolfsberger haben es als einziges Team selbst in der Hand, den Einzug ins Play-off um den letzten Europacup-Startplatz mit dem vierten Sieg in Folge zu fixieren. Der Vierte aus Tirol lauert aber nur einen Zähler dahinter. Der Statistik nach wartet auf die Heimischen keine leichte Aufgabe. Der WAC ist in der Bundesliga seit fünf Spielen gegen die WSG sieglos. Den letzten Erfolg im direkten Duell gab es am 18. Mai 2024 (3:1) ebenfalls in der letzten Runde. Es war damals das letzte Match von Silberberger als Trainer der WSG, die er von 2013 bis 2024 gecoacht hat.

Nun hofft er als WAC-Coach in seinem ersten Pflichtspiel gegen seinen Ex-Club auf einen ähnlichen Ausgang wie damals. "Irgendwo schließt sich für mich der Kreis, ich freue mich auf das Match und bin froh, dass es kein 'Do-or-Die-Match' mehr ist oder die WSG im Abstiegskampf noch was brauchen würde, weil es dann genug Verschwörungstheorien geben würde", sagte der Tiroler. Auch WSG-Sportchef Stefan Köck ist "heilfroh, sich einen Showdown erspart zu haben".

Beim zu Hause sieben Partien ungeschlagenen WAC regiert nach einem dreitägigen Trip nach Mallorca zur Feier des Klassenerhalts, den alle "unfallfrei" überstanden haben, wieder der Ernst. "Von Urlaubsmodus spüre ich nichts, wir wollen das Spiel in Ried erreichen, dann können wir die Saison noch zu einem versöhnlichen Ende bringen", sagte Silberberger. Doch auch die Tiroler haben noch Ziele. "Für mich ist das keine Ausflugsreise dorthin, dass wir die Hände in der Luft haben und einen Partybus haben. Ganz im Gegenteil", erläuterte Trainer Philipp Semlic. Und Köck ergänzte: "Die kleine Chance, die gegeben ist, die wollen wir nutzen."

Altach - Ried: Innviertler schonen Kräfte

Ried ist fix Erster und kann damit in Altach Kräfte für das Play-off-Spiel am Dienstag schonen. Bei einem entsprechenden Ausgang winkt da auch eine Wiederholung dieses Duells. "Zum einen erlaubt uns diese Position beim einen oder anderen Spieler ein sehr gezieltes Belastungsmanagement, zum anderen gibt es uns die Möglichkeit, noch einmal frische Beine aufs Feld zu bringen. Unser Ziel ist es, die Rückreise nach dem Spiel mit einem guten Gefühl anzutreten", sagte Trainer Maximilian Senft. Sein Team peilt den dritten Erfolg im direkten Duell in Folge an.

Bei den Vorarlbergern steht die Partie im Zeichen zahlreicher Verabschiedungen. Eine davon betrifft den 37-jährigen Alexander Gorgon, der seine Karriere nach aktuell 488 Profispielen (127 Tore) beendet. Keine Zukunft in Altach haben auch Lukas Gugganig, Luca Kronberger, Anteo Fetahu und Blendi Idrizi, deren Verträge nicht verlängert werden. Marlon Mustapha, Srdjan Hrstic, Moritz Oswald und Precious Benjamin kehren nach Leihgastspielen im Ländle zu ihren Stammclubs zurück.

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