Countdown läuft: Bemannte Mondmission vor dem Start

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von Agenturen

Aufregung vor der Mond-Mission

Bild: APA/APA/GETTY IMAGES NORTH AMERICA/NASA


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Erstmals seit mehr als einem halben Jahrhundert sollen in der Nacht auf Donnerstag wieder Menschen in Richtung Mond starten. An Bord einer "Orion"-Kapsel sollen vier Astronauten mit dem Raketensystem "Space Launch System" vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida abheben. Um 0.24 Uhr MESZ (18.24 Uhr Ortszeit) öffnet sich dafür ein rund zweistündiges Startfenster.

Mit der auf etwa zehn Tage angelegten "Artemis 2"-Mission sollen die US-Astronauten Christina Koch, Victor Glover und Reid Wiseman sowie ihr kanadischer Kollege Jeremy Hansen um den Mond herum fliegen. Sie könnten sich dabei weiter von der Erde entfernen als jemals Menschen zuvor. Zuletzt waren US-Astronauten 1972 auf dem Mond gewesen.

Wenige Stunden vor dem Start verabschiedete sich die Crew von ihren Angehörigen. Sie nahm anschließend in orangenen Raumanzügen in der "Orion"-Kapsel Platz. Die Trägerrakete, die noch nie Menschen ins All gebracht hat, war zuvor betankt worden.

Auch Europa an der Mission beteiligt

Alle an "Artemis 2" beteiligten Menschen seien "extrem aufgeregt", sagte NASA-Manager Jeff Spaulding bei einer Pressekonferenz. "Sie verstehen die Bedeutung dieser Mission." Auch die europäische Raumfahrtbehörde ESA ist daran beteiligt und steuert unter anderem ein im Bremer Airbus-Werk gefertigtes Servicemodul für die "Orion"-Kapsel bei.

"Artemis 2" sei ein "Meilenstein-Moment für die menschliche Exploration und für die Rolle, die Europa dabei spielt, die Menschheit auf den Mond zurückzubringen", sagte ESA-Chef Josef Aschbacher.

Die US-Raumfahrtbehörde NASA erwartet, dass Hunderttausende Menschen auf der Welt den Start verfolgen werden - per Livestream im Internet und viele auch von vor Ort in Florida. Hotels und Pensionen in einem weiten Umkreis um den Weltraumbahnhof herum waren komplett ausgebucht, und das zu größtenteils deutlich angehobenen Zimmerpreisen. An Stränden und in Parks sind Start-Partys geplant, eine Donut-Läden-Kette verkaufte eigens spezielle "Artemis 2"-Produkte.

Start war zuvor mehrfach verschoben worden

Der Start der krisengeplagten Mission "Artemis 2" war zuvor wegen technischer Probleme mehrfach verschoben worden - und könnte sich auch diesmal aus unterschiedlichen Gründen noch verschieben. Die NASA zeigte sich jedoch optimistisch, und die Meteorologen gaben die Wahrscheinlichkeit, dass auch das Wetter mitspielen werde, mit 80 Prozent an.

US-Präsident Donald Trump gab sich bereits im Vorfeld zuversichtlich. "Wir gewinnen im Weltraum, auf der Erde und überall dazwischen - wirtschaftlich, militärisch und jetzt auch über die Sterne hinaus", kommentierte Trump auf seiner Online-Plattform Truth Social - wenige Stunden vor dem frühestmöglichen Starttermin der Mission. "Niemand kommt da ran", schrieb Trump weiter. "Amerika nimmt nicht nur am Wettbewerb teil. Wir dominieren und die ganze Welt schaut zu."

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