Ab Freitag

Digitales EU-Grenzsystem überall im Schengen-Raum gestartet

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von Quelle: APA, JOYN News

ABD0003_20240308 - SCHENGEN - LUXEMBURG: ++ ARCHIVBILD ++ Vom 6. bis 9. Juni sind die BŸrgerinnen und BŸrger in den 27 Staaten der EuropŠischen Union dazu aufgerufen erneut ihre Volksvertreter auf europŠischer Ebene zu wŠhlen. Im Bild: Das Ortsschild von Schengen, aufgenommen am 24. Juni 1997 in Schengen. (ARCHIVBILD VOM 24.6.1997) - FOTO: APA/SCHNEIDER GEORGES

Bild: APA/SCHNEIDER GEORGES


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An allen Grenzübergängen des europäischen Schengen-Raums soll ab dem heutigen Freitag das digitale Ein- und Ausreisesystem für Menschen ohne Pass eines EU-Landes funktionieren.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ab dem 10. April 2026 soll das digitale Ein- und Ausreisesystem für Menschen ohne EU-Pass an allen Grenzübergängen des europäischen Schengen-Raums funktionieren.

  • Das Entry-Exit-System (EES) speichert etwa biometrische Daten, also Fingerabdrücke und Gesichtsbilder.

  • Das Verfahren soll Kriminalität und Terrorismus bekämpfen.

Laut der EU-Kommission erfasst das Verfahren mehr Daten als bisher und bekämpft dadurch Kriminalität sowie Terrorismus. Das sogenannte Entry-Exit-System (EES) an den EU-Außengrenzen speichert etwa biometrische Daten, also Fingerabdrücke und Gesichtsbilder. Der Stempel im Pass entfällt dagegen.

Gültig an allen EU-Grenzübergängen

Die strengeren Vorschriften für Reisende ohne die Staatsangehörigkeit eines EU-Mitgliedslands gelten künftig an allen Grenzübergängen von 25 EU-Staaten, darunter Österreich, sowie von Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz. Die Ausnahmen unter den EU-Staaten, die nicht zum Schengen-Raum gehören, bilden Irland und Zypern.
Die Mitgliedsländer haben das System seit Oktober 2025 schrittweise eingeführt. In manchen Staaten scheint es aber noch immer technische Probleme zu geben, wie die EU-Kommission einräumte.

Im gesamten Schengen-Raum wurden demnach bisher etwa 27.000 Reisen verwehrt, mehr als 700 Personen identifizierte das Verfahren seit Oktober demnach als Sicherheitsrisiko. EU-Innenkommissar Magnus Brunner teilte mit, die digitalen Grenzkontrollen seien ein wichtiger Meilenstein für den europäischen Außengrenzschutz.

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Kritik von Fluglinien und Proteste von Lkw-Fahrern

Insbesondere Fluglinien und Flughäfen warnen zum Teil vor längeren Wartezeiten und Störungen im Ablauf durch das neue Verfahren. Zuletzt forderte Ryanair-Chef Michael O'Leary in der Londoner Zeitung "The Times", das neue Systems erst nach der Sommersaison einzuführen.

Anfang des Jahres protestierten Lastwagenfahrer aus den südosteuropäischen Ländern mit Grenzblockaden gegen die strenger durchgesetzten EU-Aufenthaltsregeln. Sie seien mit ihrem Beruf inkompatibel.

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