Dimitré Dinev zu Gast bei Solothurner Literaturtagen
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von AgenturenDimitré Dinev schrieb 13 Jahre lang an "Zeit der Mutigen"
Bild: APA/APA/ROLAND SCHLAGER/ROLAND SCHLAGER
Am Freitag starten die Solothurner Literaturtage in ihre 48. Ausgabe. Bis Sonntag steht die Schweizer Stadt an der Aare einmal mehr im Zeichen der Worte. 150 Veranstaltungen stehen am Programm. Unter den 140 Gästen aus der Schweiz und dem Ausland findet sich neben Dorothee Elmiger oder Lukas Bärfuss auch Dimitré Dinev, der für "Zeit der Mutigen" den Österreichischen Buchpreis 2025 erhalten hat.
Der aus Bulgarien gebürtige und in Österreich lebende Autor wird in Solothurn am Samstag nicht nur sein prämiertes, 1.150 Seiten umfassendes Monumentalwerk vorstellen, sondern auch Teil der Podiumsdiskussion "Die neue autoritäre Ordnung. Eine literarische Annäherung" sein. Den Auftakt des Literaturfestivals bestreiten u.a. die Prosa-Autorinnen Julia Weber und Lika Nüssli oder die Lyrikerin Sarah Vogler.
Autofiktionales Schreiben und politische Großwetterlage
Inhaltlich warten die Literaturtage einerseits mit Themen auf, die nach innen gerichtet sind, etwa autofiktionales Schreiben oder dem literarischen Umgang mit Tod und Trauer. So ist beispielsweise am Freitagnachmittag unter dem Titel "Familie erzählen" ein Podium mit mehreren Autorinnen geplant, die die eigene Kindheit zum literarischen Stoff gemacht haben.
Andererseits findet die politische Großwetterlage ihren Niederschlag, beispielsweise unter dem Titel "Das Böse schreiben". Dorothee Elmiger, die für ihren Roman "Die Holländerinnen" neben anderen Auszeichnungen auch den Deutschen Buchpreis erhalten hat, Michael Hugentobler und Kat Splitterberg machen sich am Freitagmittag Gedanken zu Literatur zwischen Schuld, Macht und Gewalt. Und am Sonntag diskutieren Elmiger, die Professorin Claudia Franziska Brühwiler und die Kultur- und Literaturwissenschaftlerin Elisabeth Bronfen über die aktuelle politische Polarisierung in den USA.
Büchner-Preisträger Bärfuss stellt neues Buch vor
Einen besonderen Höhepunkt versprechen sich die Verantwortlichen der Literaturtage von der Buchpremiere von "Königin der Nacht". Der Träger des Georg-Büchner-Preises Lukas Bärfuss wird sein Mutter-Buch am Freitagabend in Solothurn erstmals öffentlich vorstellen.
Die Solothurner Literaturtage, die sich als Festival und Werkschau schweizerischen Literaturschaffens gleichermaßen begreifen, wollen erneut die Mehrsprachigkeit der aktuellen Schweizer Literatur ins Zentrum rücken. Und sie wollen anregen zum "Nachdenken, Zweifeln und Hoffen", wie es im Editorial des Programmhefts heißt.
Zudem verleiht am Freitagabend das Bundesamt für Kultur im Rahmen der Literaturtage seinen Grand Prix Literatur und die Schweizer Literaturpreise. Am Samstag wird der Schweizer Kinder- und Jugendbuchpreis 2026 vergeben und am Sonntag wird die deutsche Autorin und Lyrikerin Monika Rinck den Solothurner Literaturpreis entgegennehmen.
(S E R V I C E - https://www.literatur.ch/de/ )
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