"Drogenboote" - US-Angriffe werden im Pentagon untersucht
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von AgenturenSchießen auf Verdacht im Pazifik
Bild: APA/APA/US Southern Command/HANDOUT
Bei den umstrittenen Angriffen der US-Armee auf mutmaßliche Drogenboote vor den Küsten Lateinamerikas mit insgesamt mehr als 190 Toten hat sich die unabhängige Aufsichtsbehörde des US-Verteidigungsministerium eingeschaltet. Der Umfang dieser Untersuchung umfasse "das gemeinsame Verfahren für Zielschiffe im Zuständigkeitsbereich des US-Südkommandos im Rahmen der Operation 'Southern Spear'", zitierte Bloomberg am Montag (Ortszeit) das Büro des unabhängigen Generalinspekteurs.
Dabei wurde der Name für den Militäreinsatz, der sich gegen "Narko-Terroristen" in Lateinamerika richten soll, verwendet. Die Untersuchung soll demnach feststellen, ob das Pentagon bei den Angriffen den sogenannten Joint Targeting Cycle befolgt hat - die sechs wichtigen Schritte für die Ausführung eines Militäreinsatzes, teilte die Behörde dem Bericht der Wirtschaftsnachrichtenagentur zufolge in einem Memorandum vom 11. Mai mit. Die Untersuchung erfolgt demnach im Pentagon und im Hauptquartier des Südkommandos der US-Streitkräfte (SOUTHCOM) in Florida.
Seit September vergangenen Jahres hat die US-Armee dutzende Schiffe im Pazifik und in der Karibik angegriffen, die angeblich in den Drogenhandel verwickelt waren. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump rechtfertigt das Vorgehen damit, dass sie sich im Krieg mit in Lateinamerika aktiven "Narko-Terroristen" befinde. Washington hat jedoch nie eindeutige Beweise vorgelegt, dass es sich bei den Getöteten tatsächlich um Drogenschmuggler handelte. Einige von ihnen waren nach Angaben von Behörden und Angehörigen Fischer.
Mögliche Rechtsverstöße
Einige Experten und UNO-Vertreter stufen die Angriffe als völkerrechtswidrige außergerichtliche Hinrichtungen ein. Sie heben hervor, dass sich die Armee-Einsätze gegen Zivilisten richteten, die keine unmittelbare Gefahr für die USA darstellten.
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