Ein Toter bei schwerem Erdbeben in Indonesien
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von AgenturenErdstöße der Stärke 7,4 zerstörten in Manado Gebäude
Bild: APA/APA/AFP/TONNY RARUNG
Vor der Küste der indonesischen Insel Sulawesi ist es am Donnerstag zu einem schweren Erdbeben der Stärke 7,4 gekommen. In der Stadt Manado kam mindestens ein Mensch ums Leben, als er von herabfallenden Trümmern getroffen wurde, meldete der indonesische Fernsehsender Metro TV. Die Meteorologiebehörde BMKG registrierte höhere Wellen - zwischen 20 und 75 Zentimeter - auf Inseln im Norden der Molukkensee.
Die Behörden hatten eine Tsunami-Warnung ausgesprochen, die kurz darauf aber wieder aufgehoben wurde. Das Beben hatte nach Angaben der US-Erdbebenwarte (USGS) eine Stärke von 7,4 und ereignete sich in einer relativ geringen Tiefe von 35 Kilometern. Das Epizentrum lag demnach zwischen dem Norden Sulawesis und den Nord-Molukken, rund 127 Kilometer westnordwestlich der Stadt Ternate.
Die Erdstöße beschädigten mehrere Gebäude. Anwohner in Manado berichteten, sie seien in Panik aus ihren Häusern gelaufen. In einigen Gebieten fiel der Strom aus.
Warnung vor möglichen Flutwellen im Umkreis von 1.000 km
Die US-Tsunamiwarnzentrale warnte vor möglichen gefährlichen Flutwellen entlang der Küsten Indonesiens, der Philippinen und Malaysias im Umkreis von 1.000 Kilometern um das Epizentrum.
Indonesien liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, wo sich Erdplatten treffen und häufig Erdbeben und Vulkanausbrüche verursachen. Die philippinische Seismologiebehörde Phivolcs gab auf Basis aktueller Daten jedoch Entwarnung für das Land. Auch Malaysia sah nach Angaben seiner Wetterbehörde zunächst keine Tsunami-Gefahr. Die US-Erdbebenwarte USGS registrierte mehrere Nachbeben mit Stärken bis zu 5,0.
Erinnerungen an Katastrophe von 2004
Der weltgrößte Inselstaat Indonesien liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, einer geologisch besonders aktiven Zone mit zahlreichen Vulkanen und tektonischen Platten. Erdbeben und Vulkanausbrüche sind dort daher sehr häufig. Speziell in Indonesien kommt es oft zu Naturkatastrophen. Am 26. Dezember 2004 hatte ein gewaltiges unterseeisches Beben der Stärke 9,1 vor der Küste von Sumatra eine riesige Flutwelle ausgelöst. Etwa 230.000 Menschen in zahlreichen Ländern kamen ums Leben.
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