Faber geht Mitte 2027 als Dompfarrer in den Ruhestand
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von AgenturenMitte 2027 ist für Faber Schluss
Bild: APA/APA/ROLAND SCHLAGER/ROLAND SCHLAGER
Mit Sommer 2027 wird die Wiener Dompfarre neu besetzt und Anton Faber als Dompfarrer von St. Stephan in den Ruhestand gehen. Das hat der Wiener Erzbischof Josef Grünwidl am Samstag gegenüber dem Ö1-"Mittagsjournal" bestätigt. In der Seelsorge soll Faber auch nach Erreichen des Pensionsalters tätig bleiben, derzeit rede er mit Grünwidl intensiv "über die Zukunft". In den vergangenen Tagen war bereits medial über eine vorzeitige Absetzung Fabers spekuliert worden.
Faber wurde 1997 ernannt, mit 30 Jahren im Amt hat er laut Grünwidl "einen Rekord aufgestellt". Zuletzt war er aber innerkirchlich vermehrt aufgrund seines öffentlichen Auftretens in Begleitung einer Frau kritisiert worden. Anfang der Woche hatte Faber im "Standard" erklärt, er könne sich nun - entgegen seiner ursprünglichen Haltung - vorstellen, als Dompfarrer in Pension zu gehen. Das steht ihm mit Erreichen des 65. Geburtstags zu, wegen des Mangels an Geistlichen bleiben jedoch etliche Priester weit über dieses Alter hinaus Pfarrer in den katholischen Gemeinden.
Neue Aufgabe in der Cityseelsorge möglich
Kritik an Faber hatte es nicht erst seit seinen öffentlichen Auftritten mit einer Frau gegeben. Schon lange zuvor hatte sich der Geistliche, der erzbischöflicher Zeremoniär unter Hans Hermann Groer und danach bei Kardinal Christoph Schönborn war, intensiv in Society-Kreisen bewegt und inszeniert. Als wenig relevant für seinen von Grünwidl forcierten Abgang zum 30-jährigen Dienstjubiläum gilt hingegen, dass sich Faber offen für einen liberaleren Umgang mit dem Zölibat ausgesprochen hatte.
Faber betonte im ORF-Radio, er sehe seine Zukunft auch weiterhin im kirchlichen Dienst und wolle seine "vermittelnde Brückenfunktion zwischen Kirche, Glaube, Gesellschaft, Politik, Wirtschaft, Kunst, Kultur" fortsetzen. Als mögliche künftige Aufgabe nannte er etwa die Cityseelsorge.
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