"Fest der Freude" widmet sich Tätern in der NS-Zeit
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von AgenturenSymphoniker musizieren am Heldenplatz
Bild: APA/APA/GEORG HOCHMUTH/GEORG HOCHMUTH
Am 8. Mai jährt sich das Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa zum 81. Mal. Zum 14. Mal wird daher am Freitagabend beim vom Mauthausen Komitee (MKÖ) organisierten "Fest der Freude" am Wiener Heldenplatz der Befreiung Österreichs vom Nationalsozialismus gedacht. Thematisch widmet man sich heuer der Auseinandersetzung mit den Tätern und Täterinnen im Nationalsozialismus. Musikalisch gestaltet wird das Fest durch die Wiener Symphoniker unter der Leitung von Ingo Metzmacher.
Im Zentrum des Abends steht laut einer Aussendung des MKÖ die Rede der Zeitzeugin Lucy Waldstein. Die US-Amerikanerin wurde 1930 in Wien geboren und musste nach dem "Anschluss" 1938 mit ihrer Familie fliehen. Ihre Lebensgeschichte sei geprägt von Exil, Trennung und Neubeginn - und stehe exemplarisch für die Erfahrungen vieler Menschen, die vor der nationalsozialistischen Verfolgung fliehen mussten.
Beschränkte Sitzplätze
Moderiert wird das "Fest der Freude" auch dieses Jahr von Katharina Stemberger, Bundespräsident Alexander van der Bellen hält via Videobotschaft eine Ansprache. Das Gratiskonzert der Wiener Symphoniker findet bei jedem Wetter statt. Unterstützt werden sie von der österreichischen Künstlerin Magda, die gemeinsam mit dem Orchester eigene Werke interpretiert, sowie der Sopranistin Eleanor Lyons. Die beschränkten Sitzplätze sind vorrangig für ältere Personen und Menschen mit besonderen Bedürfnissen vorgesehen, eine Reservierung ist nicht möglich.
Im Vorfeld des Fests der Freude bietet das Mauthausen Komitee wieder ein Vermittlungskonzept an, das sich der Geschichte des 8. Mai als Tag der Befreiung und des Wiener Heldenplatzes mitsamt seinen zahlreichen Denkmälern annimmt bzw. auf Überlebende und Zeitzeuginnen und Zeitzeugen eingeht (https://www.festderfreude.at). Ergänzend findet von 5. bis 8. Mai am Heldenplatz erneut die "Zeitzeug:innen-Ausstellung" statt, bei der Überlebende des Nationalsozialismus mit Bild und Stimme präsent sind.
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