Graz99ers nach 6:2 über Pustertal erstmals ICE-Champions
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von AgenturenSo sehen Sieger aus
Bild: APA/APA/EXPA/ JOHANN GRODER/EXPA/ JOHANN GRODER
Die Graz99ers haben sich nach der österreichischen Eishockey-Meisterschaft auch erstmals den ICE-Titel gesichert. Die Steirer schlugen am Mittwochabend den HC Pustertal auswärts in Spiel vier der "best of seven"-Finalserie der ICE Hockey League 6:2 (1:2,1:0,4:0) und entschieden diese damit glatt mit 4:0 für sich. Dem Team von Cheftrainer Dan Lacroix gelang somit das perfekte Play-off: Auch der VSV im Viertel- und Fehervar im Halbfinale waren jeweils 4:0 abgefertigt worden.
"Ich bin so happy für die Burschen. Das ist es, warum wir das machen, um eine Meisterschaft zu gewinnen. Man versucht das jedes Jahr", meinte Lacroix im ORF TV. "Die Burschen haben so viel Mühen und Engagement reingesteckt. Ich bin sehr stolz auf unsere Gruppe. Wir haben uns das ganze Jahr durch viele Widrigkeiten und Verletzungen gekämpft. Großes Lob dafür, auf welche Art sie das gewonnen haben."
Mit dem sogenannten "Sweep-Triple" (12:0-Siege im Viertel-, Semi- und Finale) schrieb Graz Geschichte. Das hatten bisher nur die Vienna Capitals (2017) und Red Bull Salzburg (2022) geschafft. Am Ende war das Finale mit Siegen über 5:1, 5:1, 5:2 und 6:2 eine klare Angelegenheit zugunsten des Grunddurchgangssiegers, der den größten Erfolg in der Clubgeschichte verbuchte. Seit der Neuausrichtung der Liga 2000 sind die Grazer der sechste Champion, der im Finale unbesiegt blieb.
Entscheidung im Schlussdrittel
Kevin Roy brachte Graz in Bruneck wunschgemäß früh in Führung (8.), doch die italienischen Gastgeber brauchten nicht lange für eine passende Antwort. Rok Ticar (11.) sowie Mats Frycklund im Überzahlspiel (15.) drehten noch vor der ersten Pausen-Sirene das Ergebnis in ein 2:1. Im Mitteldrittel besorgte Anders Koch etwas glücklich für die Steirer den Ausgleich (31.), während Pustertal vor dem gegnerischen Tor des starken Keepers Nicolas Wieser glücklos blieb.
Mit dem 2:2 ging es in den Schlussabschnitt. Dort zimmerten die Gäste ihr Meisterstück: Kevin Conley schoss die 99ers per Abstauber in Front (42.), Josh Currie legte zum 4:2 (49.), Lenz Moosbrugger zum 5:2 nach (54.). Der Widerstand der Wölfe war längst gebrochen und der erste ICE-Titel für die Grazer unter Dach und Fach. Zum Drüberstreuen gab es noch einen "empty net"-Treffer durch Michael Schiechl. Danach flogen die Grazer Helme aufs Eis.
Haudum Play-off-MVP
Lukas Haudum wurde im Anschluss zum besten Spieler des Play-offs (MVP) gekürt, während Coach Lacroix mit Champagner abgeduscht wurde. "Wenn man bedenkt, wo wir letztes Jahr gestanden sind und jetzt unser Hauptziel schon erreicht haben, das ist unbeschreiblich", sagte Haudum und kündigte an: "Jetzt wird ordentlich gefeiert. So etwas hat Graz noch nie gesehen." Die Meisterfeier findet am Sonntag am Grazer Hauptplatz statt.
Für Paul Stapelfeldt ging unterdessen eine einzigartige Erfolgsserie weiter: Es war der fünfte Ligatitel in Folge für den Verteidiger, nach vier Meisterschaften mit Salzburg reüssierte der 27-Jährige nun mit Graz. Wie es mit Lacroix weitergeht, ist laut dessen Angaben noch unklar. "Graz war großartig zu mir und meiner Frau. Wir werden sehen, was die Zukunft bringt." Durch den Grazer Meistertitel komplettiert übrigens Salzburg - neben den 99ers und dem KAC - das Teilnehmerfeld der ICE-Teams in der Champions Hockey League kommende Saison.
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