Seefeld

Großbrand bei Hotel "Klosterbräu": "Brand aus" gegeben

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von Quelle: APA, JOYN News

SEEFELD - ÖSTERREICH: FOTO: APA/APA/Rotes Kreuz Innsbruck Land

Bild: APA/APA/Rotes Kreuz Innsbruck Land


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Nach einem Großbrand bei einem Hotel im Zentrum des Tiroler Tourismusorts Seefeld (Bezirk Innsbruck-Land) ist Dienstagvormittag "Brand aus" gegeben worden.

Das Wichtigste in Kürze

  • In Seefeld ist da Hotel "Klosterbräu" in Vollbrand geraten.

  • Das Hotel war zu dem Zeitpunkt des Brandes nicht in Betrieb.

  • Sieben Personen wurden leicht verletzt.

Seit etwa 9.00 Uhr gelten die Flammen als endgültig gelöscht, sagte eine Polizeisprecherin der APA. Demnach wurden sieben Personen im Zuge des Feuers leicht verletzt. Die Ermittlungen zur Brandursache würden nun anlaufen. Der am Vorabend wegen Rauchentwicklung ausgelöste AT-Alert wurde zuvor ebenso aufgehoben.

Sieben Verletzte

Der Dachstuhl des bekannten "Klosterbräu" war Montagabend in Brand geraten. In der Nacht auf Dienstag war noch intensiv das Feuer bekämpft worden, Dienstagfrüh waren zunächst noch Nachlöscharbeiten im Gang gewesen, sagte der Bezirksschriftführer des Bezirksfeuerwehrverbandes von Innsbruck-Land, Thomas Tanzer, der APA. Auch ein Kran-Lkw wurde eingesetzt. Zwischenzeitlich waren am Höhepunkt der Löscharbeiten um Mitternacht 250 Feuerwehrkräfte zeitgleich im Einsatz gewesen. Trotz des massiven Kräfteaufgebots hatte sich die Brandbekämpfung offenbar schwierig gestaltet.

Von den dem aktuellen Stand nach sieben Verletzten musste indes niemand ins Krankenhaus gebracht werden, hieß es seitens der Polizei zur APA. Alle Betroffenen wurden an Ort und Stelle versorgt. Dabei sei es vor allem um Rauchgasinhalation gegangen. Die starke Rauchentwicklung hatte am Vorabend auch zur Auslösung eines AT-Alerts für die Bevölkerung in der Region geführt. Dieser wurde von der Gemeindeeinsatzleitung in Seefeld mittlerweile wieder aufgehoben, teilte das Land Tirol Dienstagfrüh mit. Es gebe trotz der weiterhin andauernden Löscharbeiten keine wesentliche Rauchentwicklung mehr.

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150 Personen aus umliegenden Hotels evakuiert

Das Hotel war zum Zeitpunkt des Brandausbruchs nicht in Betrieb bzw. geschlossen. Rund 150 Personen aus zwei naheliegenden Hotels wurden evakuiert und von der Rettung in der Olympiahalle in Seefeld versorgt. Die Betroffenen wurden nach der Unterbringung in Notunterkünften auf Hotels in der Region verteilt, hieß es seitens des Roten Kreuzes. Ein Übergreifen auf angrenzende Gebäude konnte verhindert werden.

Zwischenzeitlich hatte offenbar auch Gefahr für die benachbarte Kirche bestanden, die vorsorglich evakuiert wurde. Wertvolles Inventar soll aus dem Gotteshaus gebracht worden sein. Der Dachstuhl des Gebäudes war aktuellen Informationen zufolge schlussendlich ebenso mitbetroffen gewesen. Das Ausmaß sei jedoch noch unklar, sagte eine Polizeisprecherin der APA Dienstagfrüh.


Bauarbeiten zum Zeitpunkt des Brandausbruchs

Der Brand war gegen 19.00 Uhr in dem Hotel im Seefelder Zentrum ausgebrochen. In dem zum Zeitpunkt des Brandausbruchs geschlossenen Beherbergungsbetrieb fanden Bauarbeiten statt. Ob das Feuer damit zusammenhing, blieb vorerst offen. Die Feuerwehr versuchte, mit schwerem Atemschutzgerät unter schwierigsten Bedingungen der Flammen Herr zu werden. Die Rettung stand mit zwei Einsatzgruppen und fünf Rettungswagen im Einsatz, außerdem waren 15 Polizeistreifen an Ort und Stelle, hieß es Dienstagfrüh.

Die Löscharbeiten gestalteten sich nicht zuletzt aufgrund des alten Gewölbes des Hotels herausfordernd, so die Feuerwehr gegenüber der APA. Auch Dachöffnungen wurden vorgenommen. Das gesamte Gebäude war verraucht, was es für die Feuerwehrleute schwieriger machte, vorzudringen. Jedenfalls dürfte auch der Innenbereich schwer in Mitleidenschaft gezogen worden sein.

Mattle: Hilfe rasch und professionell, 400 Feuerwehrleute im Einsatz

Tirols Landeshauptmann Anton Mattle (ÖVP) und Sicherheitslandsrätin Astrid Mair (ÖVP) dankten den Einsatzkräften und hoben das professionelle und abgestimmte Vorgehen hervor. Sämtliche beteiligten Organisationen arbeiteten "Hand in Hand und sorgen dafür, dass in einer solchen Ausnahmesituation rasch, professionell und wirksam geholfen wird", wurde Mattle in einer Aussendung zitiert.

Mair strich neben dem funktionierenden AT-Alert unter anderem auch die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit den deutschen Einsatzkräften aus Mittenwald heraus. Diese unterstützten die Tiroler Kollegen bei der Brandbekämpfung. Insgesamt standen im Zuge des Brandes rund 400 Feuerwehrleute mit 67 Fahrzeugen von 30 Feuerwehren im Einsatz, bilanzierte das Land.

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