Grüner Fünf-Punkte-Plan gegen die Trockenheit
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von AgenturenBodenversiegelung stoppen und Flüsse renaturieren
Bild: APA/APA/THEMENBILD/HARALD SCHNEIDER
Die Trockenheit aufgrund ausbleibender Niederschläge dominiert derzeit fast ganz Österreich. Bei einer Fortsetzung der Dürre sind große Teile des Ertrags der Landwirtschaft in Gefahr. Davor warnen die Grünen in einer Aussendung am Samstag und präsentierten darin einen Fünf-Punkte-Plan mit Gegenmaßnahmen. "Die Antworten liegen auf dem Tisch", sagte Leonore Gewessler, die Klubobfrau der Grünen und nannte den Stopp der Bodenversiegelung oder die Flussrenaturierung als Beispiele.
Die Regierung müsse Handlungen setzen, forderten die Grünen. Um der Trockenheit etwas entgegenzusetzen, wurden vom zuständigen Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig (ÖVP) wirksame Maßnahmen zum Schutz der österreichischen Wasserversorgung gefordert. Dazu gehört der sorgsame Umgang mit den Grundwasserreserven gleichermaßen wie die Abfederung der Auswirkungen der Wasserknappheit etwa bei der Stromversorgung.
Notbremse beim Bodenverbrauch
Eine "Notbremse beim Bodenverbrauch" brauche es, da nur unversiegelte und gesunde Böden in der Lage seien, das Regenwasser aufzunehmen und zu speichern. Dadurch bleibt der Grundwasserspiegel hoch genug. "Deshalb braucht es sofort wirksame Maßnahmen, um den Bodenverbrauch endlich auf das seit langem geforderte 2,5-ha-Ziel zu begrenzen", hieß es.
Im Zuge einer Renaturierungs-Offensive bei Bächen und Flüssen gelte es hingegen darauf zu setzen, dass intakte Flussläufe den Grundwasserspiegel stabilisieren, weil sie den Abfluss von Wasser in den Boden ermöglichen. "Und sie schützen vor allem bei Starkregen - denn nichts verhindert Hochwässer besser, als Platz für Flüsse." In vielen Bereichen werde aktuell zudem sorglos mit kostbarem Trinkwasser umgegangen. Gerade in der Industrie oder bei der Bewässerung sei es die Aufgabe der Regierung, alle Potenziale zu nutzen.
Ein Wasserentnahme-Register sei ebenso notwendig, denn "nur wenn wir Bescheid wissen, wo wie viel Wasser verbraucht wird, können wir mit unseren natürlichen Reserven haushalten. Und früh genug Maßnahmen treffen, bevor es zu Knappheit kommt."
Die zunehmende Trockenheit führe zudem zu einem Rückgang der Stromproduktion in den Wasserkraftwerken. Als Ausgleich stehen Sonnenkraftwerke zur Verfügung. Allerdings fehlt aktuell die Speicherkapazität, um diesen Strom für Abend und Nacht zu speichern. Die Technologie sei vorhanden - jetzt geht es darum, sie auch zu nutzen.
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