Hamas-Zivilschutz: Neun Tote bei Angriffen Israels in Gaza

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von Agenturen

Folgen eines israelischen Luftangriffs im Gazastreifen am Donnerstag

Bild: APA/APA/AFP/EYAD BABA


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Bei israelischen Angriffen im Gazastreifen sind nach Angaben des von der radikalislamischen Hamas kontrollierten Zivilschutzes am Freitag mindestens neun Menschen getötet worden. Allein bei einem Luftangriff auf ein Polizeifahrzeug in der Stadt Khan Younis im Süden des Palästinensergebiets seien fünf Menschen getötet und mehrere weitere verletzt worden, teilte der Zivilschutz mit.

Bei Artilleriebeschuss auf Wohnhäuser in der Nähe des Kamal-Adwan-Krankenhauses im Norden des Gazastreifens wurden den Angaben zufolge zwei Menschen getötet und fünf weitere verletzt. Ein weiterer israelischer Angriff traf laut Zivilschutz eine Polizeipatrouille in der Stadt Gaza, dabei wurden demnach zwei Menschen getötet und zwei weitere verletzt.

Das Al-Shifa-Krankenhaus und das Nasser-Krankenhaus in Gaza bestätigten die Todesfälle. Die israelische Armee gab auf Anfrage zunächst keine Stellungnahme ab.

Lage in Gaza bleibt instabil

Seit Oktober gilt im Gazastreifen eine Waffenruhe, trotzdem gibt es immer wieder Angriffe und Gewalt. Israel und die Hamas werfen sich gegenseitig Verstöße gegen das Abkommen vor. Seit Inkrafttreten der Waffenruhe wurden nach Angaben des von der Hamas kontrollierten Gesundheitsministeriums mindestens 792 Palästinenser getötet. Die israelische Armee meldete im selben Zeitraum fünf getötete Soldaten.

Der israelische TV-Sender N12 berichtete, ein an Regierungsvertreter übermittelter Geheimdienstbericht warne, dass die Hamas ihre militärischen und zivilen Strukturen während der Waffenruhe deutlich gestärkt habe. Ohne eine Entwaffnung der Hamas drohe ein Rückfall in den Ausgangszustand. Die Gruppierung lehnt die im Gaza-Friedensplan von US-Präsident Donald Trump vorgesehene Niederlegung der Waffen jedoch bisher ab.

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