"Homo-Propaganda": Razzia bei Russlands größtem Verlagshaus
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von AgenturenHauptquartier des Verlagshauses Eksmo in Moskau
Bild: APA/AFP/IGOR IVANKO
Die russischen Behörden durchsuchen Medienberichten zufolge den landesweit größten Verlag "Eksmo" wegen des Verdachts der Verbreitung von "Homo-Propaganda" unter Jugendlichen. Der Generaldirektor des Verlags Jewgeni Kapjew und weitere Manager seien festgenommen worden, berichtete der russische Fernsehsender Ren-TV. Zudem hätten Sicherheitsbeamte Tausende Bücher beschlagnahmt, die der Verlag inoffiziell vertrieben habe, heißt es weiter.
Bei den Büchern handelt es sich angeblich um Romane, die "Homo-Propaganda" betrieben, das heißt gleichgeschlechtliche Liebe lebensbejahend darstellten. Das ist in Russland seit einem vor mehr als zehn Jahren erlassenen Gesetz verboten.
Gleichgeschlechtliche Liebe im Verlagsprogramm verboten
Zuletzt hatte Moskau die Gesetze noch einmal verschärft: Verlage mussten daher Titel aus dem Programm nehmen und ganze Auflagen einstampfen, wenn in den Handlungen auch gleichgeschlechtliche Liebe vorkommt. Aktivisten, die für die Rechte Homosexueller eintreten, droht eine Verfolgung als Extremisten und damit im Ernstfall auch Straflager-Haft.
Auch in anderen Bereichen schreitet die Zensur weiter fort: So wurde jüngst bekannt, dass mehrere Biografien des bekannten russischen Schriftstellers Michail Bulgakow ("Meister und Margarita") oder des Poeten, Sängers und Schauspielers Wladimir Wyssozki markiert werden müssen, weil sie angeblich Werbung für den Drogenkonsum enthalten.
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