Israels Armee stoppt Großteil der Gaza-Hilfsflotte

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von Agenturen

Zehn Boote der Hilfsflotte angeblich noch unterwegs (Archivbild)

Bild: APA/APA/AFP/ELEFTHERIOS ELIS MITZA


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Israels Armee hat die meisten Boote der internationalen Gaza-Hilfsflotte gestoppt. Die Marine habe bis Dienstag mehr als 40 der 57 Boote der "Global Sumud Flotilla" unter ihre Kontrolle gebracht, berichtete der israelische Rundfunk. Rund 250 Aktivisten seien bei dem Einsatz westlich von Zypern bisher festgenommen worden. Unter den Festgenommenen soll laut Medien auch die Schwester der irischen Präsidentin Catherine Connolly, Margaret Connolly, sein.

"Es ist sehr beunruhigend, und ich mache mir große Sorgen um sie, und auch um ihre Kollegen an Bord", sagte Präsidentin Connolly unter anderem dem Sender RTÉ zufolge am Montag in London vor Journalisten.

Laut Veranstaltern zehn Boote weiter unterwegs in Richtung Gazastreifen

Die Veranstalter der Protestaktion sprachen von einer "Entführung" der Aktivisten und teilten mit, zehn Boote seien weiterhin unterwegs in Richtung Gazastreifen. An Bord eines dieser Boote befand sich laut "Global Sumud Österreich" auch ein österreichischer Staatsbürger.

Mehr als 40 weitere seien seit Montag gestoppt worden. Der Einsatz der israelischen Armee 250 Seemeilen von Gaza entfernt gegen die Hilfsflotte sei "eine weitere illegale Aggression auf hoher See", hieß es in einer Mitteilung auf der Webseite der Organisation. Ziel der "Gaza Sumud Flotilla" sei es gewesen, "einen humanitären Korridor einzurichten und Israels illegale Blockade des Gazastreifens zu durchbrechen".

Das israelische Außenministerium sprach dagegen von einer Provokation und teilte mit, auf den Booten seien bisher keine humanitären Hilfsgüter gefunden worden.

Mehrere Länder verurteilen israelisches Vorgehen

Das israelische Nachrichtenportal "ynet" berichtete, die Aktivisten sollten nach ihrer Festnahme auf ein Schiff der Marine gebracht werden, auf dem sich ein "schwimmendes Gefängnis" befinde. Von dort sollten sie in die israelische Hafenstadt Ashdod gebracht werden. In der Vergangenheit waren internationale Aktivisten stets nach einer Weile wieder in ihre Heimatländer abgeschoben worden.

Die Außenminister der Länder Jordanien, Indonesien, Spanien, Pakistan, Brasilien, Türkei, Bangladesch, Kolumbien, Libyen und der Malediven verurteilten in einer gemeinsamen Mitteilung "die erneuten israelischen Angriffe auf die Global Sumud Flottilla, eine friedliche zivile humanitäre Initiative, die darauf abzielt, internationale Aufmerksamkeit auf das katastrophale humanitäre Leid des palästinensischen Volkes zu lenken".

Auch der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan verurteilte das Vorgehen Israels und rief die internationale Gemeinschaft zum Eingreifen auf. Hilfsorganisationen und Länder wie die Türkei beklagen, dass die Lieferungen in den Gazastreifen trotz einer im Oktober vereinbarten Waffenruhe weiterhin unzureichend seien. Israel weist den Vorwurf zurück, Hilfsgüter zurückzuhalten.

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