Leichter Rückgang bei Betretungsverboten in Österreich

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von Agenturen

++ ARCHIVBILD ++ Betreungsverbote wurden strenger kontrolliert

Bild: APA/APA/dpa/Maurizio Gambarini


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Die Zahl der Betretungs- und Annäherungsverbote ist in Österreich 2025 leicht gesunken, bleibt aber auf hohem Niveau. Insgesamt wurden laut Gewaltschutzbericht 14.101 Maßnahmen ausgesprochen, nach 14.583 im Jahr davor. "Der Gewaltschutz ist ein wichtiger Teil des Regierungsübereinkommens und damit Aufgabe der gesamten Bundesregierung. Wir konnten dabei auf ein solides Fundament aufbauen", sagte Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) am Freitag in einer Aussendung.

Parallel zu den leichten Rückgängen ist die Zahl der Anzeigen wegen Nichteinhaltung der Verbote dem Bericht zufolge gestiegen. Dies wird vor allem auf intensivere Kontrollen durch die Polizei zurückgeführt.

Weniger Fallkonferenzen

Ein zentrales Element im Gefährdungsmanagement sind die sicherheitspolizeilichen Fallkonferenzen (S-FK). Im Jahr 2025 wurden 161 Fallkonferenzen mit Bezug zu Gewalt in der Privatsphäre durchgeführt, nach 193 im Jahr 2024. "Dieser Rückgang ist ein positives Signal und zeigt, dass präventive Maßnahmen sowie die enge Zusammenarbeit aller beteiligten Stellen zunehmend Wirkung entfalten", hieß es in der Aussendung.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Arbeit mit Gefährdern. Wie bereits im Jahr zuvor wurden auch 2025 mehr als 12.000 Anlassfälle durch Beratungsstellen für Gewaltprävention bearbeitet und ebenso viele Gefährder betreut. Ergänzend dazu wurden zahlreiche präventive Rechtsaufklärungs- und Opferkontaktgespräche geführt.

"Jeder Fall häuslicher Gewalt ist einer zu viel. Deshalb bleibt Gewaltschutz für uns eine zentrale und dauerhafte sicherheitspolitische Aufgabe", betonte der Direktor des Bundeskriminalamtes, Andreas Holzer.

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