Mehr als 500 Festnahmen bei Pro-Palästina-Demo in London

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von Agenturen

Die Polizei schritt in Hunderten Fällen ein

Bild: APA/APA/AFP/CARLOS JASSO


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Bei einer pro-palästinensischen Kundgebung gegen das Verbot der Gruppe Palestine Action hat die Londoner Polizei am Samstag nach eigenen Angaben 523 Menschen festgenommen. Die Demonstranten auf dem Trafalgar Square seien in Gewahrsam genommen worden, weil sie Unterstützung für eine "verbotene Organisation" bekundet hätten, teilte die Metropolitan Police auf der Plattform X mit.

Es war die erste Versammlung dieser Art, seit der Londoner High Court im Februar die Einstufung der Aktivistengruppe als Terrororganisation für rechtswidrig erklärt hatte. Die Regierung legte jedoch Berufung ein, sodass das Verbot bis zur Prüfung der Berufung vorerst weiterhin in Kraft bleibt. Die Gruppe verurteilt Israels Krieg im Gazastreifen, der durch den brutalen Angriff der palästinensischen Terrororganisation Hamas im Gazastreifen auf Israel am 7. Oktober 2023 ausgelöst worden war.

Palestine Action war im vergangenen Juli auf Grundlage von Antiterrorgesetzen verboten worden, nachdem einige Mitglieder in einen Stützpunkt der Royal Air Force eingedrungen waren. Die Gruppe wirft der britischen Regierung eine Mitschuld an mutmaßlichen israelischen Kriegsverbrechen im Gazastreifen vor. Israel hat derartige Verstöße während des Krieges in dem Küstengebiet wiederholt bestritten.

Sit-in

Hunderte Menschen hatten sich auf dem Trafalgar Square im Zentrum der britischen Hauptstadt zu einem stillen Protest versammelt. Viele der Teilnehmer hielten Plakate mit der Aufschrift: "Ich bin gegen Völkermord, ich unterstütze Palestine Action". Am frühen Abend waren laut Polizei immer noch Demonstrierende vor Ort. Die Demonstranten, von denen einige schwarz-weiße palästinensische Tücher trugen und palästinensische Flaggen schwenkten, saßen auf dem Boden oder auf Campingsessel.

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