Mehrere verletzte Zivilisten nach Hisbollah-Drohnenangriff

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von Agenturen

Immer wieder gegenseitige Attacken

Bild: APA/APA/AFP/KAWNAT HAJU


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Bei einem neuen Angriff der pro-iranischen Hisbollah auf Israels Norden sind nach israelischen Angaben mehrere Zivilisten verletzt worden. "Eine von der Terrororganisation Hisbollah gestartete Sprengdrohne stürzte vor Kurzem auf israelisches Gebiet nahe der israelisch-libanesischen Grenze", teilte die israelische Armee am Donnerstag mit. Dabei seien mehrere israelische Zivilisten verletzt und in ein Krankenhaus gebracht worden.

Israels Armee erklärte zudem, dass sie nach Evakuierungsaufforderungen an die Bevölkerung mehrerer Orte erneut Hisbollah-Ziele im Süden des Libanon angegriffen habe. Libanons staatliche Nachrichtenagentur NNA hatte zuvor von israelischen Angriffen auf 40 Ziele im Süden und Osten des Landes berichtet.

Das libanesische Gesundheitsministerium aktualisierte am Donnerstag seine Angaben zu Getöteten infolge der jüngsten israelischen Angriffe. Demnach wurden dabei 22 Menschen getötet. Unter den Toten infolge der Angriffe am Mittwoch seien acht Kinder, teilte das Ministerium mit.

Israel verstärkt Angriffe

Die israelische Armee hatte zuletzt ihre Angriffe auf Ziele der mit dem Iran verbündeten Hisbollah-Miliz im Libanon verstärkt. Zwischen Israel und dem Libanon gilt zwar seit drei Wochen offiziell eine Waffenruhe - diese wird aber von der Hisbollah nicht anerkannt.

Die Miliz beschießt weiterhin Ziele in Israel und verübt Angriffe auf israelische Soldaten im Südlibanon. Dem Waffenruhe-Abkommen zufolge hat Israel das Recht, gegen "geplante, unmittelbar bevorstehende oder andauernde Angriffe" vorzugehen.

Friedensverhandlungen in Washington

Parallel dazu laufen erstmals seit Jahrzehnten direkte Friedensverhandlungen zwischen dem Libanon und Israel. Am Donnerstag kommen Vertreter aus Israel und dem Libanon im Bemühen um eine Friedenslösung erneut in Washington zusammen. Es ist die dritte Gesprächsrunde seit Verkündung der Feuerpause vor fast einem Monat. Bei der jüngsten Runde am 23. April hatte Präsident Donald Trump die Unterhändler persönlich im Weißen Haus empfangen.

Die beiden Nachbarländer unterhalten offiziell keine diplomatischen Beziehungen und befinden sich formell seit 1948 im Kriegszustand. Während der Libanon bestrebt ist, die Waffenruhe zu festigen und den Abzug der israelischen Truppen zu erwirken, will Israel sicherstellen, dass die Hisbollah wie vorgesehen entwaffnet wird.

Die Hisbollah, deren erklärtes Ziel die Vernichtung Israels ist, lehnt die direkten Gespräche zwischen den Nachbarländern ab. Als Reaktion auf die Tötung des obersten iranischen Führers Ayatollah Ali Khamenei durch einen israelischen Angriff zu Beginn des Iran-Krieges feuerte die von Teheran finanzierte Schiitenmiliz Anfang März Raketen auf Israel ab. Israel flog daraufhin massive Angriffe auf Teile des Libanon und schickte Bodentruppen über die Grenze.

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