Meloni sagt Selenskyj in Rom unveränderte Unterstützung zu
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von AgenturenItaliens Ministerpräsidentin empfing ukrainischen Präsidenten in Rom
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Die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hat nach Gesprächen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Rom bekräftigt, dass Italien und Europa weiterhin fest an der Seite der Ukraine stehen. "In den vergangenen vier Jahren war die Position Europas und Italiens stets dieselbe: an der Seite Kiews, seiner Bevölkerung und seiner Institutionen", sagte Meloni laut gemeinsamen Erklärungen am Mittwoch nach dem Treffen.
Die Regierungschefin fügte hinzu, Italien sei bereit, seinen Beitrag zu leisten, um gemeinsame Lösungen zu erreichen, die die Souveränität Kiews schützen und die Stabilität des euro-atlantischen Bündnisses gewährleisten. Ein gespaltener Westen oder ein gespaltenes Europa wäre laut Meloni "das einzige wahre Geschenk, das wir Moskau machen könnten". Zugleich erklärte Meloni, dass Rom großes Interesse daran habe, gemeinsam mit der Ukraine Drohnen zu produzieren.
Meloni: "Instabilität ist neue Normalität"
Meloni bekräftigte die Notwendigkeit der Fortsetzung des europäischen Sanktionskurses gegen Russland. Italien werde sich weiterhin in G7- und EU-Gremien dafür einsetzen, den wirtschaftlichen Druck auf Russland zu erhöhen, sagte Meloni. Russland zeige keine konkreten Fortschritte im Verhandlungsprozess, setze seine Angriffe auf Zivilisten fort und greife gezielt Infrastruktur an. Das von der EU geplante 20. Sanktionspaket sei daher ein wichtiger Schritt, um Russlands Einnahmen zu reduzieren, die die russische Kriegsmaschinerie finanzieren.
Zugleich hob Meloni die Bedeutung der finanziellen Unterstützung für die Ukraine hervor, die von der EU beschlossen wurde. Eine finanzielle Krise in Kiew hätte demnach auch für Europa schwerwiegende Folgen.
In einer weiteren Stellungnahme sprach Meloni von einer zunehmenden Instabilität als neuer Normalität. Gerade in einer solchen Zeit sei die Freundschaft zwischen Völkern entscheidend, die sich in schwierigen historischen Momenten gegenseitig unterstützt hätten. Italien und die Ukraine seien durch eine enge Partnerschaft verbunden und würden diese Zusammenarbeit in den kommenden Jahren weiter ausbauen.
Meloni gilt als Verbündete Selenskyjs. Dieser wurde in Rom auch vom italienischen Präsidenten Sergio Mattarella empfangen.






