Naturschutz laut WWF unterfinanziert

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Bild: APA/APA/dpa/Jens Kalaene


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Der WWF ortet eine massive Unterfinanzierung des Naturschutzes in Österreich. Trotz eines jährlichen Bedarfs von rund 1,34 Milliarden Euro würden derzeit nur etwa 397 Millionen in den Schutz der Biodiversität investiert, so eine am Freitag veröffentlichte Auswertung von EU-Berichten. Dem gegenüber stünden bis zu sechs Milliarden Euro jährlich für umweltschädliche Förderungen.

"Das ist ökologisch und ökonomisch widersinnig", meint WWF-Mitarbeiter Joschka Brangs. Gefordert wird eine Kurskorrektur im Budget, der Abbau umweltschädlicher Subventionen und eine verbindliche Sicherung von zehn Prozent des EU-Budgets für Biodiversität. Über 60 Prozent der heimischen Biodiversitätsförderungen stammen aus EU-Programmen, deren künftige Höhe sehr unsicher wäre. "Derzeit droht ein massiver Kahlschlag mit hohen Folgekosten für Österreich", so Brangs.

Studien würden den hohen Nutzen von gezielten Investitionen zeigen. "Renaturierungsmaßnahmen erzielen im Schnitt einen bis zu zwölffachen gesellschaftlichen Nutzen", betonte der Biologe Franz Essl.

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