ÖEHV-Männer unterliegen bei WM in Zürich Finnland 2:5
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von AgenturenBenjamin Nissner beim erfolgreichen Torschuss zum ersten ÖEHV-Tor
Bild: APA/APA/KEYSTONE/ANDREAS BECKER
Österreichs Eishockey-Nationalteam hat bei der Männer-WM in der Schweiz ein Entscheidungsspiel um ein Viertelfinalticket gegen die USA vor sich. Die Truppe von Roger Bader verpasste am Sonntagabend in Zürich mit einem 2:5 (0:1,0:3,2:1) gegen Finnland wie am Vorabend mit dem 2:6 gegen Deutschland, den Aufstieg zu fixieren. Die Skandinavier waren erwartet überlegen. Das Match der Gruppe A gegen Olympiasieger und Titelverteidiger USA ist für Dienstag (16.20 Uhr) angesetzt.
Bader war trotz der Niederlage zufrieden. "Man muss wissen, wer auf der anderen Seite steht", meinte der Schweizer im ORF. "Dass da zwischendurch einmal einer durchschlüpft, damit muss man rechnen." Der Teamchef lobte das Penalty-Killing seines Teams und hob den Gewinn des dritten Drittels hervor. "Das ist positiv für die Moral. Wir haben gesagt in der letzten Pause, es steht 0:0 und wir spielen so, wie wir am Dienstag spielen wollen." Gegen die USA glaube man an die Chance, ein Sieg nach Verlängerung oder Penaltyschießen würde reichen.
Die Österreicher hielten gegen die Finnen recht lange die Null, die zweite Strafe des ÖEHV-Teams nutzte das bisher beste Powerplay-Team des Turniers aber doch noch im ersten Drittel für den Führungstreffer. Mikael Granlund traf in der 19. Minute, der diesmal von Bader ins Tor beorderte David Kickert war noch mit dem Fanghandschuh dran. Vor diesem Treffer hatte Rot-weiß-rot zwei durchaus gute Chancen vorgefunden, Tim Harnisch und vor allem Lucas Thaler nach Pass von Vinzenz Rohrer hatten das 1:0 am Schläger. Rohrer ging im dritten Abschnitt vorzeitig vom Eis.
Finnen zogen im zweiten Abschnitt davon
Hatten die Finnen im ersten Drittel einen Torschuss-Überhang von 10:2, lautete dieser im zweiten Abschnitt sogar auf 19:6. Und das wirkte sich auch im Score aus. 24 Stunden nach dem Match gegen die Deutschen machte sich wohl auch das konsequente Verteidigen bei den Österreichern mehr und mehr bemerkbar. Saku Maenalanen nach einem Pass von hinter dem Tor (24.) und Jesse Puljujarvi per Abstauber (32.) stellten auf 3:0. Letzterer läutete nur 47 Sekunden danach das nächste Suomi-Tor ein. Sakari Manninen war final zur Stelle.
Der beherzte Kampf der rot-weiß-roten Mannschaft wurde aber belohnt, das dritte Drittel wurde gewonnen. Nach einem Forechecking von Peter Schneider verlor Finnland-Goalie Justus Annunen den Puck außer Kontrolle, Dominic Zwerger spielte in einer Kombination der ersten Linie auf Benjamin Nissner ab, und dieser traf sehenswert (44.). Nach einem Treffer durch Patrik Puistola (48.) hatte Leon Wallner mit seinem dritten Turniertor das letzte Wort (59.). Für die Finnen geht es nun am Dienstagabend gegen die Schweiz um den Gewinn der Gruppe A.
Österreicher, Letten, USA und Deutsche um zwei Aufstiegsplätze
Kickert fand wie Bader, dass er und seine Kollegen gut dagegengehalten hätten. "Jetzt haben wir einen freien Tag und dann noch ein Spiel, in dem wir noch eine Chance haben. Leicht wird es nicht, aber wir haben es in der Hand. Es ist möglich." Verteidiger Gregor Biber sah eine gute Verteidigungsleistung der rot-weiß-roten Defensive. "Die USA ist sicher derzeit ein bisschen unsicher. Es braucht von uns den besten Tag und von ihnen nicht den besten."
Die Österreicher rangieren aufgrund der drei Siege in der ersten Turnierphase gegen Großbritannien, Ungarn und Lettland noch immer auf Rang drei, die Letten zogen aber am Sonntagnachmittag durch ein 6:0 gegen Großbritannien mit der ÖEHV-Mannschaft nach Punkten gleich. Noch spricht aber das gewonnene direkte Duell für den vorjährigen Viertelfinalisten. In diese Phase könnten an den letzten beiden Spieltagen neben den Österreichern, Letten und US-Amerikanern auch noch die Deutschen gelangen, sie haben aber die schlechtesten Karten.
In der Gruppe B in Freiburg gewannen die Kanadier mit einem 5:1 gegen die Slowakei wie die Schweizer und Finnen ihren schon sechsten Sieg. Auch Tschechien ist in diesem Pool bereits aufgestiegen. In einem Dreikampf um die restlichen zwei Aufstiegstickets haben unerwartet die Norweger bei zwei noch ausstehenden Spielen die besten Karten. Zwischen der Slowakei und Schweden dürfte das direkte Duell am Dienstag entscheiden. In der Nachmittagspartie gewann Dänemark in einem Nachzügler-Duell mit Italien 3:2 nach Penaltyschießen.
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