ÖFB-Team startet mit Test gegen Ghana ins WM-Jahr
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von AgenturenÖFB-Teamchef Rangnick geht gut gelaunt ins WM-Jahr
Bild: APA/APA/MAX SLOVENCIK/MAX SLOVENCIK
Österreichs Fußball-Nationalteam startet am Freitag (18.00 Uhr/live ORF 1) mit einem Testspiel im Ernst Happel Stadion gegen Ghana ins WM-Jahr. Mit Paul Wanner und Carney Chukwuemeka stehen zwei hoffnungsvolle ÖFB-Zugänge vor ihrem Länderspieldebüt. Das Duo dürfte vorerst zwar auf der Bank Platz nehmen. Durch bis zu elf Wechselmöglichkeiten will Ralf Rangnick aber fast seinem gesamten Kader Spielzeit geben. Das Ergebnis spielt für den Teamchef dennoch eine Rolle.
"Es gibt keinen Ersatz für Siege", betonte Rangnick am Donnerstag zum Abschluss des viertägigen Trainingscamps in Marbella. "Wir wollen unser Selbstvertrauen weiter ausbauen durch gute Spiele und Erfolge." Knapp 40.000 Karten sind laut ÖFB-Angaben verkauft. "Für ein Freundschaftsspiel ist das natürlich großartig", meinte Rangnick. Man wolle mit einem "richtig guten Spiel" auch für den Test am Dienstag (20.45 Uhr/live ORF 1) gegen Südkorea möglichst viele Leute ins Stadion locken.
Heimserie soll fortgesetzt werden
ÖFB-Team ist elf Heimspiele in Folge ungeschlagen. Die bisher letzte Heimniederlage setzte es im Oktober 2023 in der EM-Quali im Wiener Prater gegen Belgien (2:3). "Wir werden sicherlich mit der bestmöglichen Elf beginnen", sagte Rangnick. Sichtung und Weiterentwicklung des eigenen Spielplans würden einander nicht ausschließen. "Wir wollen beides tun: die Automatismen weiter verbessern, weiter einschleifen, und gleichzeitig möglichst jedem Spieler die Chance geben, sich zu zeigen."
Das trifft auch auf Wanner und Chukwuemeka zu, die sich für Wechsel vom deutschen bzw. englischen Verband zum ÖFB entschieden haben und vor ihrem Debüt stehen. "Beide haben das bestätigt, was wir uns von ihnen versprechen, auch für die Zukunft", meinte Rangnick nach vier Trainingstagen. "Ich kann mir vorstellen, dass uns beide schon kurz- und mittelfristig helfen können." Die beiden Mittelfeldakteure werden in beiden Tests zum Einsatz kommen, kündigte der Teamchef an - ob von Beginn an, ließ er offen.
Im medienöffentlichen Training am Mittwoch bildeten Stefan Posch, Kevin Danso, Marco Friedl und Alexander Prass in einer Mannschaft die defensive Viererkette. Davor agierten Nicolas Seiwald und Konrad Laimer, der vor dem Jahresauftakt im Prater als Österreichs Fußballer des Jahres 2025 geehrt wird. In der Kreativabteilung, in der auch Wanner und Chukwuemeka Optionen sind, spielten die bisherigen Stammkräfte Romano Schmid, Christoph Baumgartner und Marcel Sabitzer zusammen, davor Stürmer Michael Gregoritsch.
Xaver Schlager nicht voll fit
Keine Optionen sind vorerst Maximilian Wöber und wohl auch Kapitän David Alaba, der nach seiner Wadenblessur aber zumindest in Teilen wieder mit der Mannschaft trainiert. Xaver Schlager machte das Abschlusstraining am Donnerstag nicht mit, nachdem er zwei Tage zuvor von leichten Problemen berichtet hatte. "Es sieht so aus, als ob es bei ihm keine strukturelle Verletzung gegeben hat. Trotzdem ist es durchaus möglich, dass er gegen Ghana nicht spielt", sagte Rangnick.
Der Nationaltrainer berichtete zudem, dass weitere Kicker mit Wehwehchen zu kämpfen haben. Es ist durchaus möglich, dass noch der eine oder andere nicht zur Verfügung steht. "Wir werden sicher kein Risiko eingehen", versprach Rangnick.
Teamchef freut sich über elf Wechselmöglichkeiten
Die elf Wechselmöglichkeiten zu drei Zeitpunkten im Spiel sowie zur Pause begrüßte Rangnick. "Dafür haben wir Trainer uns eingesetzt. Das gibt auch mir die Möglichkeit, schon im ersten Spiel möglichst vielen bis allen Spielern die Chance zu geben, sich zu zeigen." Rangnick überlegt, schon in der Pause Wechsel vorzunehmen. "Das ist schon möglich, hängt aber auch vom Spielverlauf ab und davon, wie sich die Spieler präsentieren."
Chancen auf ihr ÖFB-Debüt dürfen sich auch David Affengruber und Torhüter Florian Wiegele ausrechnen. "Keiner ist abgefallen, im Gegenteil: Einige haben sogar auf sich aufmerksam gemacht", sagte Rangnick über die insgesamt vier Neuen im Kader.
Ghana mit einer "gewissen Körperlichkeit"
Beweisen muss sich sein Team mit Ghana ebenfalls gegen einen WM-Starter. Die Westafrikaner sind die Nummer 72 der Welt, mit Tottenhams Mohammed Kudus fehlt einer ihrer Topstars wegen einer langwierigen Oberschenkelverletzung. Auch der angeschlagene Athletic-Bilbao-Kapitän Inaki Williams musste Teamchef Otto Addo kurzfristig absagen. In der Offensive bekommen es die Österreicher aber unter anderem mit Manchester-City-Ass Antoine Semenyo zu tun.
"Ghana ist eine spielstarke Mannschaft, die über eine gewisse Körperlichkeit, Athletik und Dynamik verfügt", erklärte Rangnick. "Deswegen ist es ein wunderbarer Test für uns, in dem wir sowohl physisch als auch taktisch-technisch unsere Stärken auf den Platz bringen müssen, um zu gewinnen."
Rangnick betonte weiters, dass Ghanas Auswahl durchaus mit jener des ÖFB-WM-Gruppengegners Algerien zu vergleichen sei. "Beide haben eher einen spielerischen Ansatz, versuchen, über Kombinationen das Spiel zu dominieren und auch ein bisschen zu zocken, und beide spielen mal mit Dreier- und mal mit Viererkette." Das bisher einzige ÖFB-Länderspiel gegen die "Black Stars" ging 2007 in Graz über die Bühne. Damals gab es vor 10.600 Zuschauern ein 1:1.
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