Olympia-Silberne Puchner beendet Ski-Karriere
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von AgenturenPuchner verabschiedet sich
Bild: APA/APA/HELMUT FOHRINGER/HELMUT FOHRINGER
Mirjam Puchner hat im Alter von 34 Jahren ihre Ski-Karriere beendet. Das gab die Salzburgerin am Dienstag im Rahmen einer Pressekonferenz im Sportzentrum Rif bekannt. Die Speed-Spezialistin gewann in ihrer Laufbahn zwei Silbermedaillen bei Großereignissen, bei den Olympischen Winterspielen 2022 in Peking im Super-G und bei der Heim-WM 2025 in Saalbach-Hinterglemm in der Abfahrt. Außerdem feierte Puchner zwei Weltcupsiege in der Abfahrt und fuhr insgesamt neunmal aufs Podest.
Damit verliert der ÖSV eine Leistungsträgerin in den Speed-Disziplinen. "Nach vielen intensiven Jahren im Ski-Weltcup ist für mich nun der Moment gekommen, um ein neues Kapitel aufzuschlagen", sagte Puchner. "Um im Weltcup ganz vorne mitzufahren, muss man bereit sein, das absolute Maximum an Risiko einzugehen." Im vergangenen Winter habe sie aber gespürt, dass sich etwas in ihr verändert habe. "Die dafür nötige letzte Konsequenz und bedingungslose Risikobereitschaft waren nicht mehr so ausgeprägt wie in den Jahren zuvor. Wenn Kopf und Herz dir signalisieren, dass es an der Zeit ist, einen Schritt zurückzuweichen, dann solltest du auf dieses Gefühl hören."
Christian Mitter gratulierte Puchner zu einer "außergewöhnlichen" Karriere, der Schritt sei konsequent und absolut nachvollziehbar. "Mit Mirjam Puchner verliert der alpine Ski-Weltcup nicht nur eine herausragende Athletin, sondern auch eine starke Persönlichkeit", sagte der Sportliche Leiter Ski Alpin im ÖSV.
Karriere ein "gutes Drehbuch"
Im Vorjahr hatte sich Puchner, die 2013 ihr Weltcupdebüt gefeiert hatte, im eigenen Bundesland als Last-Minute-Qualifikantin zur Abfahrts-Vizeweltmeisterin gekrönt. "Ich finde es einfach schön, dass sich das ergänzt", hatte die begnadete Tennisspielerin angesprochen auf den Wert der beiden Silbermedaillen gesagt. Zwei Jahre zuvor in Meribel war sie WM-Vierte geworden. "Meine Karriere hat wirklich alles beinhaltet, von Höhen bis Tiefen. Es ist ein gutes Drehbuch."
Denn auch von Verletzungen blieb Puchner nicht verschont. Im Abfahrtstraining im Rahmen der WM 2017 in St. Moritz zog sie sich einen Schien- und Wadenbeinbruch im rechten Bein zu. Puchner kämpfte sich aber zurück und durfte auf eine erfolgreiche Laufbahn zurückschauen. "Ich blicke dankbar auf eine Reise zurück, die mich sehr geprägt hat", sagte sie. "Jetzt freue ich mich auf alles, was als Nächstes kommt." Ihr Bruder Joachim Puchner (38) hatte seine Ski-Karriere vor neun Jahren beendet.
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