Oster-Waffenruhe im Ukraine-Krieg soll beginnen

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von Agenturen

Zwei Tage sollen die Waffen schweigen

Bild: APA/APA/Press service of the 93rd Separa/IRYNA RYBAKOVA


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Anlässlich des orthodoxen Osterfestes soll im Ukraine-Krieg am Samstagnachmittag (16.00 Uhr Ortszeit, 15.00 MESZ) eine knapp eineinhalb-tägige Waffenruhe beginnen. Nach Angaben des russischen Machthabers Wladimir Putin endet die Feuerpause mit Ablauf des Sonntags. Zuvor hatte die Ukraine mehrfach eine Oster-Waffenruhe vorgeschlagen.

Darauf verwies Präsident Wolodymyr Selenskyj in einer Reaktion auf die Kreml-Mitteilung und kündigte an, entsprechend zu handeln. Orthodoxe Christen in der Ukraine und in Russland feiern Ostern erst an diesem Sonntag.

Kreml-Sprecher Dmitri Peskow betonte am Freitag der russischen Staatsagentur TASS zufolge, die Waffenruhe habe ausschließlich humanitären Charakter. Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha schrieb auf X, sein Land werde sehen, wo und wann die Waffenruhe einsetze, und sei ihrerseits bereit, darauf zu reagieren. Aus Sicht der Ukraine gebe es keine Notwendigkeit, die Angriffe wieder aufzunehmen.

Kurz vor Waffenruhe drei Tote

Kurz vor der geplanten Waffenruhe wurden in der Ukraine örtlichen Behörden zufolge drei Menschen getötet. 17 weitere Menschen seien bei den Attacken auf die südukrainische Stadt Odessa, die zentralukrainische Stadt Poltawa und die nordöstliche Region Sumy verletzt worden, erklärten die ukrainischen Behörden in der Nacht auf Samstag. Bei Angriffen auf ein Wohngebiet der Hafenstadt Odessa seien zwei Menschen getötet und zwei weitere verletzt worden, erklärte der dortige Regionalgouverneur Serhij Lysak am frühen Samstagmorgen.

In der Stadt Poltawa habe ein "feindlicher Drohnenangriff" ein Geschäft und ein Café getroffen, erklärte die regionale Militärverwaltung. Dabei sei ein Mensch getötet worden, ein weiterer Mensch sei verletzt worden. In der nordöstlichen Region Sumy trafen russische Drohnenangriffe laut der regionalen Militärverwaltung mehrere Wohngebiete. Dabei wurden 14 Menschen verletzt, unter ihnen ein 14-Jähriger und eine 87-Jährige.

Friedensverhandlungen pausieren wegen Iran-Krieg

In dem seit mehr als vier Jahren andauernden russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine hat es bereits mehrere Versuche einer zeitlich begrenzten Waffenruhe an Feiertagen gegeben - beide Seiten warfen sich dann aber Verstöße vor. Kiew betrachtet eine Waffenruhe als Schritt hin zu einem Kriegsende, Moskau dagegen will zuerst Konfliktfragen lösen.

Bei den Friedensverhandlungen zwischen Moskau und Kiew unter US-Vermittlung hatte es zuletzt nach Angaben der Beteiligten Fortschritte gegeben. Allerdings ist vor allem wegen der offenen Frage einer Lösung für das Gebiet Donezk bisher keine Einigung in Sicht. Moskau kontrolliert bisher den größten Teil des Gebiets, verlangt aber für ein Kriegsende auch die letzten Kilometer inklusive der für Kiew strategisch wichtigen Städte Kramatorsk und Slowjansk. Die Ukraine lehnt solche Gebietsabtretungen als Geschenk an die russischen Besatzer kategorisch ab.

Zudem gibt es seit Beginn des Iran-Kriegs eine Verhandlungspause. Kiew und Moskau hatten sich zwar für eine rasche Wiederaufnahme der Gespräche ausgesprochen. Einen Termin für trilaterale Verhandlungen gibt es aber nicht.

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Ukrainischer Geheimdienst mahnt zur Vorsicht

Der ukrainische Geheimdienst SBU warnte die Menschen davor, den Ankündigungen Putins zu vertrauen und mahnte zur Achtsamkeit. "Trotz der Erklärungen des Aggressorstaates über eine sogenannte Waffenruhe geben die feindlichen Geheimdienste ihre Pläne nicht auf, arbeiten weiterhin gegen die Ukraine und greifen auf informationspsychologische Spezialoperationen, Provokationen, Terroranschläge und Sabotageakte zurück", hieß es in einer in Kiew veröffentlichten Mitteilung des SBU.

Der Geheimdienst gab an, dass russische Agenten gezielt Konflikte zwischen Vertretern verschiedener Konfessionen und Religionsgemeinschaften schüren wollten. Und es gebe Versuche des Feindes, "Ukrainer für die Vorbereitung von Terroranschlägen und die Steuerung von Luftangriffen auf die zivile Infrastruktur unseres Staates zu rekrutieren", hieß es.

Der SBU rief die Menschen vor dem Osterfest auf, verdächtige Personen und Gegenstände oder Auffälligkeiten zu melden und besonders beim Besuch von Großveranstaltungen wachsam zu sein. Wichtig sei zudem, den Luftalarm bei Angriffen nicht zu ignorieren, bei Gefahr Schutzräume aufzusuchen und sich an die Ausgangssperre zu halten.

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