Potapova blickt voller Selbstvertrauen nach Paris

Veröffentlicht:

von Agenturen

Potapova vor Setzung bei French Open

Bild: APA/APA/AFP/OSCAR DEL POZO


- Anzeige -
- Anzeige -

Als Einzige des in Rom engagierten ÖTV-Frauen-Quartetts hat es Anastasia Potapova in die zweite Runde geschafft. Die 25-jährige Neo-Österreicherin ist weiter auf dem besten Weg zurück in die Weltspitze. Nach dem Linz-Finale und dem Madrid-Semifinale hält Potapova bei insgesamt 1.067 Punkten in diesem Jahr, womit sie im Live-Race an Position 14 liegt. Sie blickt zuversichtlich und ehrgeizig in Richtung French Open in Paris, wo sie 2024 schon im Achtelfinale gestanden war.

"Ich werde nicht lügen, ich habe hohe Erwartungen. Ich werde es nicht laut sagen, aber ich habe es ziemlich gut gezeigt in den vergangenen Wochen, dass ich bereit bin, gegen die besten Spielerinnen zu spielen", erklärte Potapova am Mittwochabend im APA-Gespräch in Rom. "Wenn du dich so fühlst, erwartet man sich die besten Resultate. Ich bin ziemlich aufgeregt mit Blick auf die French Open. Ich werde mein Bestes tun, so weit wie nur möglich zu kommen."

Potapova knapp an Setzung in Paris

Ein Ziel wäre es nun freilich auch noch, für die French Open die Setzung zu schaffen. Als 31. im Live-WTA-Ranking wäre das aktuell Realität. "Ja, ich bin sehr eng dran jetzt, aber wie es mein Team gesagt hat: Es ist egal, ob du gesetzt bist oder nicht, niemand will in der ersten Runde gegen dich spielen." Dennoch hätte sie nichts gegen eine Setzung, denn dann würde sie frühestens in Runde drei gegen eine Gesetzte spielen. "Aber wenn nicht, macht es mir auch nichts", sagte sie selbstbewusst. Den nächsten Schritt dazu kann sie in der zweiten Rom-Runde gegen die Weltranglisten-Elfte Karolina Muchova aus Tschechien machen.

Bei ihr selbst ist nach den Anstrengungen der vergangenen Wochen alles gut. "Vielleicht bin ich ein bisschen müde, aber wenn du auf den Platz gehst, fühlt man es überhaupt nicht mehr, die Energie fährt einem ein." Potapova hätte vor Paris noch für das Turnier in Straßburg genannt. "Wenn etwas sehr Gutes hier passiert, nehme ich mir vielleicht noch ein paar Tage vor Paris", könnte sie diesen Plan noch ändern.

Zweite Fixstarterin im Hauptfeld des zweiten Tennis-Majors ist Jungstar Lilli Tagger. Sie wird ein Jahr nach ihrem Juniorinnen-Grand-Slam-Titel bei den Erwachsenen nach Roland Garros zurückkehren. Auch sie spielt eventuell noch in Straßburg, doch das ist noch nicht fix.

Kraus nun um ersten Grand-Slam-Hauptbewerb

Trotz zuletzt drei erfolgreichen Qualifikationen bei WTA-1000-Turnieren, was ein klarer Beleg für ihre Verbesserung ist, muss Sinja Kraus hingegen auch in Paris in die Ausscheidung. Die um Platz 100 liegende Kraus hat aber zuletzt viel Erfahrung gesammelt, so auch am späten Mittwochabend vor rund 5.000 Fans auf dem Center Court in Rom. Zwar gab es kein Happy End und die Enttäuschung war groß, aber: "Ich nehme auf jeden Fall einiges an Erfahrung mit. Es war trotzdem schön, auf dem Center Court zu spielen. Es war schon das zweite Mal in Folge, in Madrid ja auch." Im Nachhinein hätte sie sich ein etwas leichteres Los als die Italienerin Elisabetta Cocciaretto (WTA-41.) gewünscht. "Vor so vielen Leuten gegen eine Lokalmatadorin ist schon aufregend. Aber dafür spiele ich ja auch Tennis, um solche Matches zu spielen. Es wird mir auf jeden Fall in der Zukunft helfen."

Kraus spielt vielleicht kommende Woche ein WTA125-Turnier in Paris oder konzentriert sich doch auf das Training, ehe sie Qualifikation spielt. Und die will sie meistern, was ihr bisher noch bei keinem der vier Grand Slams gelungen ist. "Auf jeden Fall. Die Quali ist ein brutaler Kampf, drei Runden, das wird sicher nicht leicht. Aber ich weiß, ich habe die Qualität. Ich bin guter Dinge, dass ich da auch viele Spielerinnen schlagen kann."

Wie eng alles beisammen liegt, zeigt auch die Tatsache, dass sie in Madrid Potapova in der zweiten Quali-Runde geschlagen hat. Ihre neue Landsfrau kam dann als Lucky Loser bis ins Semifinale. "Es ist positiv zu wissen, dass ich da schon mitmischen kann. Tennis ist so tagesabhängig. Ich hoffe, dass ich eines Tages auch 'lucky' bin."

- Anzeige -
- Anzeige -

Mehr entdecken