Prozess gegen Ex-Direktorin einer Wiener Seniorenresidenz
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von AgenturenDer Prozess gegen die Ex-Direktorin ist auf zwei Tage anberaumt
Bild: APA/APA/HANS PUNZ/HANS PUNZ
Am Mittwoch beginnt am Wiener Landesgericht ein auf zwei Tage anberaumter Prozess gegen eine ehemalige Direktorin einer Wiener Seniorenresidenz wegen Vernachlässigens wehrloser Personen. In der Einrichtung, die es inzwischen nicht mehr gibt, dürfte es über Jahre hinweg zu einem systematischen Organisationsversagen gekommen sein. Der Angeklagten wird vorgeworfen, die für eine fachgerechte Betreuung erforderlichen Mittel nicht bereitgestellt zu haben.
Sie soll außerdem gegen grundsätzliche Bestimmungen verstoßen haben, indem sie in der Einrichtung bloße Heimhilfen als Pflegekräfte einsetzte und teilweise auf fachlich nicht qualifiziertes Fremdpersonal mit mangelnden Sprachkenntnissen zurückgriff. In dem von einem privaten Anbieter geführten Heim waren zuletzt rund 100 Seniorinnen und Senioren untergebracht. Der Betrieb dürfte sich aufgrund von eklatantem Personalmangel schwierig gestaltet haben.
Schmerzhafte Pflegeschäden bei 17 Personen inkriminiert
Bei 17 vernachlässigten Seniorinnen und Senioren sollen laut Anklage schmerzhafte Pflegeschäden aufgetreten sein. Von Aufliegegeschwüren, Gelenkversteifungen bis hin zu Knochenbrüchen ist die Rede. Ein weiterer Mann soll am Verlassen seines Rollstuhls durch Anlegen einer Sitzhose gehindert worden sein. Als er aufzustehen versuchte, soll er sich fast selbst stranguliert haben.
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