Prozess um verhindertes Swift-Attentat geht weiter

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Am Landesgericht Wiener Neustadt wird am Dienstag weiterverhandelt

Bild: APA/APA/ROLAND SCHLAGER/ROLAND SCHLAGER


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Am Dienstag wird am Landesgericht Wiener Neustadt der Prozess gegen Beran A. wegen eines mutmaßlich verhinderten Terroranschlags auf ein Taylor Swift-Konzert im Wiener Ernst-Happel-Stadion fortgesetzt. Prozessgegenstand ist auch ein Anschlag in Mekka. Beran A. und der mitangeklagte Arda K. sollen ihren ehemaligen Schulfreund Hasan E. zu dem Terrorakt bewogen haben. Die beiden Angeklagten zogen von ihren geplanten Anschlägen in Dubai bzw. Istanbul in letzter Sekunde zurück.

Ihr gemeinsamer Tatplan sah laut Anklage vor, am 11. März 2024 getrennt voneinander in Mekka, Istanbul und Dubai zeitgleich Polizisten oder Sicherheitsleute zu töten. Während Beran A. und Arda K. jeweils unverrichteter Dinge aus Dubai und Istanbul zurückkehrten, stach Hasan E. vor der Al-Haram-Moschee in Mekka einem Sicherheitsbeamten ein Messer in den Hals und verletzte vier weitere Personen, ehe er überwältigt werden konnte. Der 21-Jährige wartet seither in einem Gefängnis in Saudi-Arabien auf den Ausgang seines von den saudischen Behörden geführten Strafverfahrens. Die beiden Angeklagten bestritten am ersten Verhandlungstag, Hasan E. in seinen Absichten unterstützt zu haben.

Beim Prozessauftakt Ende April zeigte sich Beran A. zuerst zum gesamten Swift-Komplex geständig. Nach mehreren Stunden der Einvernahme antwortete er dann jedoch auf die Frage der Richterin, ob er am 6. August 2024 um 23.21 Uhr - der Zeitpunkt der letzten Chat-Nachricht vor seiner Festnahme - den Anschlag durchführen habe wollen, mit "Nein." Diese Antwort sorgte für Verwirrung. Aufklärung soll es morgen geben: Zuerst wird wohl die Einvernahme Beran A.s fortgesetzt, danach steht die Verlesung psychiatrischer Gutachten sowie die Einvernahme des Zweitangeklagten am Programm.

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