Prozess um versuchten Mord nach Schüssen auf Handwerker

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von Agenturen

Ein Querschläger traf einen Arbeiter im Bein

Bild: APA/APA/GEORG HOCHMUTH/GEORG HOCHMUTH


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Ein 52-jähriger Floridsdorfer muss sich am Montag am Landesgericht Wien wegen des Vorwurfs des versuchten Mordes verantworten. Laut Anklage soll er im November 2025 auf seinem Grundstück in Wien-Floridsdorf mit einer Glock 17 auf Handwerker geschossen haben. Ein damals 27-jähriger Rumäne erlitt einen Durchschuss im rechten Bein, zudem soll der Angeklagte auf ein Fahrzeug einen Schuss auf Kopfhöhe des Lenkers abgegeben haben.

Die Männer hatten mehrere Tage lang auf dem Grundstück des 52-Jährigen gearbeitet, dafür hatte der Angeklagte bereits rund 14.700 Euro in bar bezahlt. Über weitere Arbeiten am Dach des Einfamilienhauses und deren Preis war man sich allerdings uneinig und geriet in einen teils handgreiflichen Streit, der so eskalierte, dass der 52-Jährige in den Keller ging und seine Waffe hervorholte. In der Einfahrt schoss der Mann dann auf den Boden, wobei der Querschläger das Bein des flüchtenden Rumänen traf. Dann soll der Schuss auf das Fahrzeug gefolgt sein. Im Anschluss versuchte der Floridsdorfer wiederum, dem Angeschossenen erste Hilfe zu leisten.

Da er zuvor mit einem der Handwerker Wein getrunken hatte, stellte die Polizei einen Blutalkoholwert von 1,4 Promille fest. Damals gab er die Schüsse gegenüber den Beamten auch zu. Am 25. November 2025 war die U-Haft über ihn verhängt worden. Zusätzlich wird ihm vorgeworfen, gegen das Waffengesetz verstoßen zu haben, denn er habe fahrlässig Kriegsmaterial in seinem Einfamilienhaus aufbewahrt - nämlich einen Übungshandgranatenzünder. Befindet ihn das Schwurgericht für schuldig, drohen ihm zehn bis 20 Jahre oder lebenslange Haft.

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