Rapid empfängt Sturm im Kampf um Tabellenspitze
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von AgenturenRapid will erneut gegen Sturm anschreiben
Bild: APA/APA/MAX SLOVENCIK/Archiv/MAX SLOVENCIK
Zum großen Schlager der Fußball-Bundesliga kommt es am Ostersonntag in Wien-Hütteldorf: Der SK Rapid empfängt in der Meistergruppe Titelverteidiger Sturm Graz (17.00 Uhr). Nach drei Siegen in Serie kann Grün-Weiß mit einem weiteren Dreier den Steirern die Tabellenführung entreißen, nur ein Zähler beträgt derzeit der Rückstand der Wiener auf die "Blackys". Zuvor empfängt der LASK die drittplatzierte Wiener Austria, Red Bull Salzburg gastiert in Hartberg (jeweils 14.30 Uhr).
Rapid - Sturm: Kampf um Platz eins
Am Sonntag tritt Rapid - strafbedingt - noch einmal im teilgesperrten Allianz-Stadion an, gegen Salzburg (1:0) und den LASK (4:2) gelang aber auch ohne die komplette Fanunterstützung die volle Punkteausbeute. Den sportlichen Aufwind nimmt Rapid-Coach Johannes Hoff Thorup nicht nur anhand der Tabelle, sondern auch atmosphärisch wahr. "Der Unterschied ist jetzt, dass ich in der Mannschaft mehr Begeisterung spüre. Dass wir uns jetzt wirklich auf die Spiele freuen. Dass wir unbedingt zeigen wollen, wie gut wir sein können. Das verschafft uns eine gute Ausgangsposition, denn dann wird es das Team wahrscheinlich auch nicht allzu sehr belasten, wenn das Ergebnis mal nicht so gut ist."
Während Offensivkraft Petter Nosa Dahl wieder ein Startelf-Kandidat ist und Stürmer Janis Antiste nach der Aussprache mit dem Trainer - Stichwort Elfer-Streit gegen LASK - im Kader stehen wird, fehlt der gesperrte Linksverteidiger Jannes Horn im Spitzenspiel. Sturm-Coach Fabio Ingolitsch muss wiederum auf Spielmacher Otar Kiteishvili verzichten. Der Georgier war mit einer Oberschenkelblessur vom Länderspiel zurückgekehrt. Nach Clubangaben handelt es sich nicht um eine gravierende Verletzung, man wolle aber im Titelkampf auf Nummer sicher gehen. Auch ein Spezialist in Deutschland wurde konsultiert.
Positive Nachrichten erhielt Ingolitsch in der Personalie Jusuf Gazibegovic. Der Rechtsverteidiger habe gut trainiert und ist "nach seinen muskulären Problemen am Sonntag wieder ein Thema für den Kader", sagte der Sturm-Trainer. Nach zwei Saisonniederlagen gegen die Hütteldorfer wollen die Steirer diesmal anschreiben und Platz eins verteidigen. "Unser Ziel für dieses Spiel ist klar: Wir wollen Rapid die erste Niederlage in dieser Meistergruppe zufügen", so Ingolitsch.
LASK - Austria: Gelingt den Linzern die Wende?
Die Linzer wollen nach nur einem Sieg aus den vergangenen sechs Runden wieder voll anschreiben und sich im Titelkampf zurückmelden, doch Coach Dietmar Kühbauer warnte: "Die Austria ist sehr gut organisiert und verfügt auch in der Offensive über hohe Qualität. Für uns ist es ein sehr wichtiges Spiel, um dabei zu bleiben." Austria-Trainer Stephan Helm meinte über die Partie: "Mit dem LASK erwartet uns eine Mannschaft mit einem sehr erfahrenen Trainer und viel individueller Qualität."
Dennoch ist der Optimismus bei Helm groß. "Eine unserer Stärken im neuen Jahr ist, dass wir immer selbstbewusst in die Spiele gegangen sind - das wollen wir beibehalten." Bei der Austria hat sich die Personalsituation im Vergleich zum 1:0 in Hartberg deutlich verbessert. Tin Plavotic und Abu Barry kehren nach ihren Sperren zurück, Sanel Saljic ist nach überstandener Oberschenkelverletzung ebenso ein Thema für den Kader wie Kelvin Boateng, der sich im Februar einen Mittelhandbruch zugezogen hatte. "Dadurch haben wir jetzt wieder mehr Möglichkeiten, um auch über 90 Minuten auf unterschiedliche Art und Weise auf das Spiel einzuwirken", sagte Helm.
Hartberg - Salzburg: "Bullen" wollen Sieglos-Serie brechen
Bereits seit vier Runden läuft Salzburg einem Sieg nach. Die Wartezeit soll in der Oststeiermark enden, auch wenn es gegen die defensivstarken Hausherren schwierig werden dürfte, ein Tor zu erzielen. "Deshalb geht es für uns darum, in unserem Offensivspiel möglichst häufig in den gegnerischen Strafraum einzudringen und dann unsere Chancen zu nützen. Gleichzeitig wird es aber auch wichtig sein, die Umschaltmomente, auf die die Hartberger aus sind, im Keim zu ersticken und defensiv nichts zuzulassen", erklärte Trainer Daniel Beichler.
Die Steirer sind ebenfalls seit vier Partien ohne vollen Erfolg und haben zudem die Statistik nicht auf ihrer Seite. In den bisherigen vier Meistergruppen-Duellen mit Salzburg setzte es für den TSV ebenso viele Niederlagen, dabei wurden gleich 19 Gegentore kassiert. Trotzdem glaubt Trainer Manfred Schmid an eine Überraschung. "Das Spiel gegen Salzburg ist richtungsweisend für uns. Mit einem Heimsieg wollen wir wieder vorne andocken", meinte der Wiener.
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