Raul Castro zeigte sich nach langer Zeit wieder öffentlich

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von Agenturen

Raul Castro tritt nur selten auf - hier im Jahr 2009

Bild: APA/APA/AFP/RODRIGO ARANGUA


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Kubas früherer Staatschef Raul Castro hat sich erstmals seit seiner Anklage wegen Mordes in den USA im vergangenen Monat wieder in der Öffentlichkeit gezeigt. Wie das staatliche kubanische Fernsehen am Freitag zeigte, nahm der Politiker, der am Mittwoch 95 Jahre alt wurde, an einer Feier des Innenministeriums in Havanna teil.

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump wirft dem ehemaligen Verteidigungsminister vor, 1996 den Abschuss von Flugzeugen einer Gruppe von Exilkubanern angeordnet zu haben. Dabei wurden alle vier Insassen der Flugzeuge getötet. Die kubanische Regierung hatte den Abschuss als legitime Reaktion auf das Eindringen in ihren Luftraum verteidigt. Die Internationale Zivilluftfahrtorganisation kam später zu dem Schluss, dass sich der Abschuss über internationalen Gewässern ereignete.

Zuletzt war Castro, der Bruder des verstorbenen Revolutionsführers Fidel Castro, bei Feierlichkeiten zum 1. Mai in Havanna gesehen worden. Kurz darauf wurde er in den USA angeklagt. Davor hatte er sich seit dem 15. Jänner nicht mehr öffentlich gezeigt. Damals nahm er an einer Zeremonie zu Ehren von 32 kubanischen Soldaten teil. Sie waren getötet worden, als der venezolanische Präsident Nicolas Maduro bei einem US-Militäreinsatz in Caracas im Jänner gefangen genommen wurde.

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