Ried fordert Rapid im EC-Play-off - Coach Senft vor Absprung

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von Agenturen

Senft zieht es wohl nach Deutschland

Bild: APA/APA/DIETMAR STIPLOVSEK/DIETMAR STIPLOVSEK


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Im Kampf um den letzten Europacup-Startplatz empfängt die SV Ried am Freitag (19.30 Uhr/live Sky) den SK Rapid im Play-off-Final-Hinspiel der Fußball-Bundesliga. Während man in Ried von "Bonusspielen" spricht, geht es für die Wiener um das Retten einer wenig zufriedenstellenden Saison. SVR-Coach Maximilian Senft dürfte indes seine Abschiedsvorstellungen beim Qualigruppen-Sieger geben. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge wechselt der 36-Jährige danach ins Ausland.

So soll Senft von seiner Ausstiegsklausel Gebrauch gemacht haben und kommende Saison beim deutschen Zweitligisten Karlsruhe an der Seitenlinie stehen. Doch zuvor gilt alle Konzentration den beiden Duellen mit Rapid, das Rückspiel findet am Pfingstmontag in Hütteldorf statt. "Unsere Mannschaft wird jedes Prozent herauskitzeln, das möglich ist", kündigte Senft an. Nach dem 2:1-Erfolg gegen den WAC am Dienstag lag der Fokus vor allem auf Regeneration. "Wir sind schon sehr am Zahnfleisch unterwegs", meinte der Coach.

Ried war Rapids Cup-Schreck

Mit Antonio van Wyk fehlt ihm ein wichtiger Akteur in der Offensive, ob Flügelspieler Fabian Rossdorfer und Stürmer Saliou Sane zur Verfügung stehen, ist noch unklar. Der Ried-Betreuer sprach von einer "kleinen Chance". Mittelfeldmann Martin Rasner ist nach abgesessener Sperre jedenfalls wieder zurück. Von drei Saisonduellen mit Rapid haben die Oberösterreicher zwei gewonnen, zuletzt gab es Ende Jänner einen 3:0-Erfolg im Cup-Viertelfinale beim Debüt von Rapid-Coach Johannes Hoff Thorup. "Das war eine ganz andere Situation, da war der Trainer noch ganz neu. Sie haben sich aus meiner Sicht schon weiterentwickelt und einiges verändert. Es wird schon ein Spiel mit anderen Vorzeichen", sagte Senft.

Auch dessen Gegenüber sah das so. "Es gibt immer noch viele Dinge, die wir mit dieser Mannschaft, dem Trainerstab und allen Beteiligten verbessern müssen - das ist uns bewusst und wir haben bereits damit begonnen. Aber ich erwarte ein anderes Spiel. Ich erwarte ein Spiel, in dem wir viel mehr von dem zeigen können, was wir vorhaben, als im ersten Spiel gegen sie", erläuterte Hoff Thorup. Sein Team müsse zeigen, dass es sich verdient habe, in Europa zu spielen. "Wir hatten gehofft, uns einen der vorderen Plätze sichern zu können, um diese Spiele zu vermeiden. Aber da sie nun anstehen, geben wir alles, was wir können. Denn es macht einen riesigen Unterschied für den Start in die nächste Saison, ob wir in Europa spielen oder nicht."

Weimann-Zukunft weiter offen

Auch aus finanzieller Sicht wäre es wichtig. "Klar ist, dass das natürlich wirtschaftlich einen riesigen Unterschied ausmacht, ob man sich qualifiziert oder nicht", unterstrich Sport-Geschäftsführer Markus Katzer. Unabhängig davon müsse man "über viele Themen nachdenken und diese analysieren". "Das werden wir auch machen, weil es einfach ganz wichtig ist für jede Entscheidung, die man auch in Zukunft trifft", sagte Katzer. Personell wolle man jedenfalls "keinen großen Umbruch machen". Eine Entscheidung über einen möglichen Verbleib von Stürmer Andreas Weimann werde erst nach den Ried-Spielen getroffen.

In diesen fehlt Offensivspieler Yusuf Demir aufgrund seiner Sperre nach seinem Schuhwurf in Richtung des vierten Offiziellen bei der Niederlage in Graz. Auch der am Knöchel verletzte Jannes Horn ist wohl beide Male kein Thema. Dafür steht Kapitän Matthias Seidl wieder als Alternative zur Verfügung. "Wir kennen den Spielstil von Ried und wissen, dass es manchmal etwas schwierig sein kann, Tempo ins Spiel zu bringen, aber wir müssen alles dafür tun", forderte Hoff Thorup. Der Druck liegt klar aufseiten der Wiener. 2025 hatten sie im Play-off-Finale gegen den LASK das bessere Ende für sich.

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